Jahresrückblick 2018

Das war 2018 sportlich …

Nun ist das Jahr 2018 (fast) schon wieder rum und es ist an der Zeit, etwas zurückzuschauen. Nach je drei Marathons in 2016 und 2017 waren es nur zwei Marathons, drei Halbmarathons, der WingsForLife-Worldrun und der Start in die Münchner Winterlaufserie als sportliche Wettkämpfe. Dazwischen ein paar 🙂 Trainingskilometer und so kam ich dann auf 2.700 Kilometer.

Dank der Blackroll-Einheiten und dem Athletiktraining bin ich auch weitgehend verletzungsfrei und gesund geblieben. Dafür bin ich unendlich dankbar und hoffe, dass das auch im nächsten Jahr wieder so sein wird. Aber Gesundheit ist kein Selbstläufer, sondern man muss auch etwas dafür machen.

Wettkampftechnisch los ging es am 15.04.2018 mit meinem ersten Start beim Halbmarathon in der Fürstenfeldbrucker Rothschwaige. Zum ersten Mal unter den Top Ten und dann auch noch Platz 5. Gut, es waren nur 26 Halbmarathonis unterwegs, aber ich war stolz wie Bolle. Und das Ganze noch mit neuer Persönlicher Bestzeit von 1:37:59.

Der WingsForLife-WorldRun am 06.05.2018 in München führte über eine leicht modifizierte Strecke und ich konnte mit meinen Arbeitskollegen Stefan und Martin C. sowie einem Ex-Arbeitskollegen gemeinsam starten. Stefan und ich kamen bei extrem warmem Wetter doch noch knapp über die Halbmarathon-Markierung bevor uns das CatcherCar einholte. Martin C. kam sogar auf 28 km.

Am 26.05.2018 war dann der erste Saisonhöhepunkt beim 46. Rennsteig-Marathon in Thüringen. Bei bestem Läuferwetter starteten meine Arbeitskollegin Sarah und ich gemeinsam auf dieser landschaftlich wunderschönen Strecke. Die spontane Entscheidung, auf fast neuen Trail-Laufschuhen den Rennsteig zu bewältigen, war goldrichtig. Aufgrund der vielen Höhenmeter merkte ich jedoch meine Grenzen, aber mit der Zielzeit von 4:11:13 war ich hochzufrieden: Marathon Nummer 9 ist geschafft. Völlig zu Recht wurde der Rennsteig-Marathon die letzten Jahre immer zum schönsten Marathon Deutschlands‘ gewählt und so hab ich mich gleich für 2019 angemeldet. Vielleicht komme ich näher an die 4-Stunden-Grenze heran.

Danach war erstmal Erholung angesagt beim Urlaub mit Michaela in dem traumhaften Marsa Alam mit viel schnorcheln. Naja, damit das leckere Essen dort nicht noch mehr auf die Hüften schlägt, musste ich in den beiden Wochen doch mehr als 100 Kilometer laufen – meistens früh am Morgen bei 30 Grad.

Zurück vom Urlaub startete die Trainingsplan-Vorbereitung für den Berlin-Marathon direkt am 24.06.2018 mit dem Sportscheck-Halbmarathon in München. Stefan und ich liefen wieder gemeinsam und kamen bei optimalem Wetter bei 1:42:10 ins Ziel. Somit waren wir gut gerüstet für die nächste große Aufgabe in zehn Wochen in Berlin.

Der B2run im Juli fiel leider sprichwörtlich ins Wasser. Aufgrund Starkregen und Gewitter durften wir nicht starten. Doch so richtig traurig war ich deswegen nicht, da kurze Sprintstrecken eher nix für Ausdauerläufer wie mich sind.

Der Sommer 2018 war zwar wettertechnisch für Viele super, aber für Läufer war die Hitze nicht immer optimal. Vor allem die langen Läufe in der knallenden Sonne waren sehr schweißtreibend. Da der Berlin-Marathon dieses Jahr früher stattfand, musste ich eine Woche davor auf den Friedberger Halbmarathon verzichten. Es wäre die 8. Teilnahme in Folge gewesen.

Stattdessen konnte ich meinen Laufbuddy Martin C. überzeugen, gemeinsam in Kissing beim Halbmarathon zu starten. Der 18.08.2018 war ein sehr heißer Sonntag und es war für Alle extrem schwierig, die drei Runden zu absolvieren. Aber es gab dort auch einzigartige Erlebnisse, wie ein Streckenabschnitt entlang des FKK-Badestrandes. Das hat man auch nicht überall, dass einem die Nackerten applaudieren.

Beim 45. Berlin Marathon am 16.09.2018 stand dann – drei Jahre nach meinem dortigen Marathondebüt – mein 10. Marathon an. Die damalige Zeit von 4:00:49 sollte machbar sein, aber Stefan und ich wollten die 3:45 Stunden-Grenze knacken, nachdem das 2017 in München leider nicht geklappt hatte. Auch Michaelas‘ Papa Wilfried war wieder am Start. Bei bestem Wetter und über 42.000 Teilnehmern nahmen wir die Strecke in Angriff und konnten ohne Probleme diese gigantische Strecke bewältigen. Bis zum Gendarmenmarkt liefen Stefan und ich gemeinsam, dann wurde das Rennen freigegeben und ich kam nach 3:43:27 ins Ziel, knapp vor Stefan. Beide hatten die 3:45 deutlich unterboten und waren überglücklich.

Da die „Winterpause“ diesmal mit 2 Wochen kürzer als die letzten Jahre
ausfiel, hatte ich stark überlegt, noch spontan einen Marathon einzubauen. Zwei Marathons im Jahr ist dann gefühlt etwas wenig, aber die Vernunft siegte. Stattdessen entschieden Martin C., Stefan und ich, bei der Münchner Winterlaufserie teilzunehmen. Los ging es am 08.12.2018 über 10 km beim Nikolauslauf mit einer tollen Zeit von 45:42 und dem Rang 308 in der Gesamtwertung. Am Dreikönigstag geht es dann weiter mit 15 km, also 3 Runden im Olympiapark.

Danke

Mein besonderer Dank gilt Michaela und meiner Familie, die meine Laufsucht ertragen müssen. Außerdem möchte ich bei Michaelas‘ Papa Wilfried sowie meinen Arbeitskollegen Stefan, Martin C. und Sarah bedanken, mit denen ich gemeinsam zahlreiche Wettkämpfe bestreiten durfte.

Ausblick/Ziele für 2019

Oberstes Ziel ist wie immer, dass ich gesund und glücklich laufen kann und auch meine Lieben gesund bleiben. Da zwei Marathons doch etwas wenig waren, möchte ich nächstes Jahr wieder drei Marathons angreifen: Rennsteig-Marathon im Mai, Köln-Marathon im Oktober und dann noch Anfang Dezember in Valencia (Spanien). Vielleicht kann ich auch einen Startplatz für den London-Marathon 2020 ergattern, um bei der World Major Marathon-Series die zweite Etappe laufen zu können.

2019 möchte ich noch mehr Zeit in das Athletiktraining / Blackroll investieren. Da Zeit leider begrenzt ist, werde ich meinen Facebook-Account löschen. Lieber verzichte ich auf das Lesen von irgendwelchen rechts-verkackten Hasskommentaren oder Katzenvideos und schreibe weiter hier auf meiner eigenen Seite. Ich hoffe, Ihr bleibt mir auf www.bikerun-engerl.de treu.

Ich wünsche Euch …

… ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2019, das uns Allen eine friedlichere und zufriedenere Zukunft bringt. Wir Menschen müssen wieder lernen, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten (außer vielleicht im Wettkampf – doch da zählt mehr denn je: Dabeisein ist Alles!!!)

Ganz liebe Grüße
Euer Martin

08.12.2018: Nikolauslauf München

Um die wettkampflose Zeit zu überbrücken, nehme ich erstmals an der diesjährigen Winterlaufserie in München Teil. Meine Kollegen Martin C. und Stefan wollten auch mitmachen. So ist unser Team wieder gemeinsam am Start, nachdem wir dieses Jahr beim Firmenlauf am Olympiagelände „im Regen stehengelassen wurden“ (weil das Rennen wegen starkem Gewitter aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste). Auch für den Samstag waren die Prognosen ziemlich schlecht: von Starkregen bis Sturm mit 70km/h-Böen war alles dabei.

Heute zweimal zu absolvieren

Am Sonntag erstmal das gewohnte Warmup in der Metzgerei mit 9000 Schritten und Leberkäsdoping und RoteBeete-Saft. Um kurz vor Zwölf hab ich dann früher Feierabend machen können. Das Wetter in Steindorf war relativ schön (vom Wind abgesehen), aber langsam zogen sich dunkle Wolken auf. Zuhause dann erstmal umziehen, die Schuhe gegen die Regentropfen imprägnieren und noch einen Lebkuchen als Aperitif. Kurz nach 13 Uhr ging es mit dem Auto zum Olympiastadion. Da in der Allianz Arena der „Zweitliga“-Klassiker FCB gegen FCN stattfand, war auf den Straßen ziemlich viel los. Wir wollten uns um 14 Uhr treffen, aber dann floss der Verkehr wieder und ich war pünktlich.

Leider führt die Strecke nicht durchs Marathontor

Am Parkplatz nochmal kurz den Regenradar gechecked, der nur ganz leichten Regen vorhersagte. Somit war die Wahl gefallen für die „Saucony Kinvara 9“ statt der Regenbereifung „Mizuno Wave Rider 20 GTX“. Tasche packen und los am Großen Marathontor vorbei zur VIP-Halle. Ich war nicht allein – laaaaaange Schlangen bei der Startnummernausgabe. Was war meine Startnummer nochmal? Martin hat sie mir doch gestern geschickt – ähh 394. Also nochmal die Schlange wechseln. Es gab sogar eine schöne Winterlaufserie-Mütze als Geschenk. 

Damit der Kopf warm bleibt.

Da meine beiden Laufbuddys von der U-Bahn kamen, zog ich mir meine Laufklamotten an und brachte die Startnummer auf dem Laufshirt an. Noch kurz alles zusammenpacken und da sah ich die Beiden dann am Ende der Schlange. Leider ist die Startnummernausgabe an der engsten Stelle der Halle und so ist es ein quirliges Durcheinander. Meinen Geldbeutel und das Handy hab ich dann bei den Wertsachen abgegeben. Eine Frau sagte, sie will nur ihren Auto Schlüssel abgeben – daraufhin ich: „Den lass ich in der Tasche – ist ja ein Diesel“.

Dreamteam: Stefan D. – Martin C. – Martin G. (von links)

Nun hatten die Beiden auch ihre Startunterlagen und wir bereiteten uns schon mal auf das Rennen vor. Martin C. ist für Stefan und mich eh zu schnell und da einigten wir uns auf 47 Minuten als Zielzeit. Da das Wetter schon sehr böig war, hatte ich keine Ahnung, ob das klappen könnte. Meine Bestleistung auf 10km lag bei 45:31 beim Silvesterlauf 2017. Nochmal kurz auf die Pippibox und dann kurz vor 15 Uhr sind wir dann ins Freie – es war stürmisch aber trocken. In der Menschenmenge konnte man sich auch gut vor dem Wind verstecken. Als Vorprogramm waren noch Goaßlschnalzer auf dem Vorplatz – „Shades of Grey“ auf Boarisch. 

Gleich geht es los und wir wünschten uns noch gegenseitig einen guten Lauf. Martin war sofort weg und Stefan und ich konnten trotz der großen Läuferschar immer Blickkontakt halten. Erstmal die Parkharfe hoch und dann ging es wieder in den Olympiapark, zum Coubertainplatz über den Mittleren Ring am neuen Olympiaattentat-Denkmal vorbei leicht abschüssig zur BMW-Welt. Bis hier war gefühlt eher Rückenwind, aber dann ging es aufwärts mit Gegenwind zum Sea Life und dann am Olympiasee entlang zum Start-Zielbereich.

Am Olympiasee war Stefan schon etwas weiter entfernt und als er wieder aufschloss, sagte er mir, ich soll alleine weiterlaufen. Eigentlich wollte ich das nicht, aber nachdem die Lücke dann doch wieder größer würde, bin ich weitergelaufen. Der Streckensprecher (Bruder von meinem Chef) sagte etwas von unter 25 Minuten bei der Wechselstelle.

Ab in die zweite Runde (Foto: Larasch)

Zu Beginn der 2. Runde konnte ich vor allem beim Anstieg einige Läufer überholen und sah dann beim Coubertainplatz einen Läufer, an den ich mich anheften konnte. Windschatten laufen kann ich eh nicht, aber Jemand vor sich zu haben ist immer gut. Am Olympiasee konnte ich ihn aber überholen und wollte die letzten 2 km nochmal Alles geben. 

Auf der Zielgeraden hab ich mir dann noch ein Kopf-an-Kopf-Duell mit einem jungen Läufer geliefert. Aber ich hab dann doch zurückgesteckt und bin in handgestoppten 45:46 Minuten nach 9,99 km ins Ziel gelaufen. Total zufrieden mit der Zeit, dem Wetter und der Welt. 

Fertig und Glücklich (Foto: Larasch)
Um 11 Sekunden in PB verpasst – trotzdem GEIL

Martin C. hab ich im Zielbereich nicht erblickt, aber Stefan kam auch kurz nach mir ins Ziel. Wir beglückwünschten uns noch zu der tollen Leistung und gingen nach einem kurzen Spaziergang in die VIP-Empfangshalle, wo Martin schon auf uns wartete. Er kam – wie erwartet – als Erster von uns Dreien ins Ziel. Nach dem Umziehen gab es noch Glühwein, alkoholfreies Bier und Weihnachtsgebäck, um die verbrauchten Kalorien gleich wieder zu kompensieren 😉

Der Start in die Winterlaufserie war für uns Drei sehr erfolgreich. Mal schauen ob wir die Form über die Weihnachtsfeiertage halten können, denn die zweite Etappe findet am Dreikönigstag statt.

Als Belohnung gab es am Abend einen leckeren Adventskranz. Meinem Bauch hab ich gesagt, dass es ein ganzer Marathon war, den wir heute gelaufen sind. Man(n) muss auch mal die Kalorienbilanz täuschen 😉

Euch wünsch ich einen schönen zweiten Advent.

12 – 2018: Jahresendspurt

Im Dezember startet die Münchner Winterlaufserie mit einem 10km-Rennen am 8.12. Im Olympiapark. Ausnahmsweise ging es am Samstag, 1.12. los mit einem Sprintrennen mit tierischer Unterstützung. Michaela hatte ihren neuen Pflegehund Moya mitgebracht und auf dem Rückweg vom Emmeringer See zog sie mich – auf eine Spitzenpace von 2:50 min/km. Also über 20 km/h. Aber nur kurz. 

DatumStreckekmAvgVideo
01.12.2018Emmeringer See6,015:58Video
02.12.2018Maisach – Überacker – Fußmoosalm14,015:22Video
03.12.2018Laufband10,016:28
05.12.2018Laufband10,016:25
06.12.2018Laufband10,016:18
08.12.2018Winterlaufserie – 1. Lauf9,994:35Video
09.12.2018Laufband15,016:23
11.12.2018Laufband10,016:25
12.12.2018Laufband15,036:24
15.12.2018Emmeringer See6,155:57
16.12.2018Laufband10,016:17
18.12.2018Gernlinden – FFB – Maisach11,755:21Video
19.12.2018Steindorf – Hörbach – Eresried16,015:35Video
20.12.2018Eresried – Hofhegnenberg – Hausen – Steindorf8,255:16Video
23.12.2018Maisach – Überacker – Fussmoos15,015:15Video
25.12.2018Emmering – Gernlinden – Fussmoos15,015:40Video
26.12.2018FFB – Maisach – Gernlinden11,785:15Video
27.12.2018Maisach – Fussmoos11,505:32Video
30.12.2018FFB – Maisach – Überacker21,115:19Video

11 – 2018: November Runs

Nachdem der Start in die Saison 2018/19 mit kontinuierlichen Wochenumfängen begann, kam Ende Oktober gleich die erste verletzungsbedingte Pause über 10 Tage. Eine Schulterverletzung zwang mich zur Ruhe.

Anfang November ging es dann wieder los, da das Wetter bisher doch sehr Läufer-freundlich war.

DatumStreckekmAvgVideo
04.11.2018Maisach – Palsweis – Gernlinden
15,015:21Video
05.11.2018
Laufband10,006:25
07.11.2018Gernlinden – FFB – Maisach – G.
15,015:10
Video
11.11.2018Gernlinden – FFB – Mammendorf
21,105:20
Video
12.11.2018Gernlinden – Fußmoos – Überacker
14,515:38
Video
15.11.2018Gernlinden – FFB – Maisach
11,445:29
Video
18.11.2018Gernlinden – FFB – Puch – Galgen
17,755:13
Video
19.11.2018Laufband10,006:24
20.11.2018Laufband10,006:25
22.11.2018TrimmDich FFB 4 gr. + 1 kl. Runde12,006:17Video
25.11.2018Emmering – Maisach – FFB16,015:39Video
26.11.2018Laufband12,006:26
28.11.2018Laufband9,006:42
29.11.2018Fußmoos – Überacker – Maisach13,505:32Video

In Summe waren es im November gute 187 km. Am 25.11. stürzte ich auf der neuen Umgehungsstraße am Sportplatz Maisach. Glücklicherweise nur Schürfwunden und eine kaputte Jacke und Handschuhe. Aber nix gerissen oder gebrochen 🙂

Marathon No. 10: 45. BMW-Berlin-Marathon 2018

Mission Breaking 3:45

Anmeldung

Gleich am ersten Tag der Registrierungsphase im Oktober 2017 hab ich für einen der Startplätze für den 45. BMW-Berlin-Marathon angemeldet. Michaelas‘ Papa Wilfried wollte es auch nochmal probieren. Und meine Kollegen Stefan, Martin C. und Sarah haben sich ebenfalls beworben. In Berlin gibt es zwar ca. 45.000 Startplätze, aber da es Plätze für fixe Starter, über die Zeit qualifizierte schnelle Läufer, Charity-Starter und viele Reiseveranstalter gibt, ist die Zahl der im Lostopf verfügbaren Plätze limitiert. Ende November 2017 kam dann die Mail, dass ich wieder gewonnen habe und am 16.09.2018 dabei sein darf.

Ja, is denn Heut scho Weihnachten?!?

Das Datum kam mir bekannt vor. Deshalb schnell meine Mutter angerufen, wann sie geheiratet haben. 1968 oder 1969? Huch, 1969. Nicht dass ich bei der Goldenen Hochzeit meiner Eltern nicht dabei bin. Stefan, mit dem ich den München Marathon gelaufen bin, wurde gelost. Und auch Sarah, die im Mai den Rennsteig-Marathon bezwang, bekam den Zuschlag. Wilfried schrieb mir auch, dass er dabei sein wird. Nur Martin C. hatte kein Glück – zum dritten Mal in Folge. Mein Losglück liegt nun bei 2:1. Das Shirt wollte ich mir auf der Messe kaufen, aber diesmal die Medaille gravieren lassen.

Trainingsplan

Genau wie für den Rennsteiglauf entschied ich mich für den 12-wöchigen Trainingsplan von Andreas Butz mit einer Zielzeit von 3:39 Stunden. Ziel war es, endlich die 3:45 Stunden zu knacken. Falls ein Einbruch während dem Lauf passiert wollte ich wenigstens unter der 4:00:49 von meinem ersten Marathon in Berlin 2015 bleiben.

Da wir eine Woche nach dem Rennsteig für 2 Wochen nach Ägypten reisten, war die erste Woche noch eher ruhiger. Dann ging der Trainingsplan aber gleich mit einem Kracher los, dem SportScheck-Halbmarathon in München. Im großen und ganzen konnte ich den Plan auch einhalten. Meist mit Laufeinheiten am So, Mo, Di und dem langen Lauf am Donnerstag. Nur am Schluss war die Luft (und Lust) etwas heraus.

Anreise

Da Flug (mit Koffern) zu teuer war, entschieden wir uns für die Bahn. Da ich einmal mit dem ICE Express von München nach Berlin in unter 4 Stunden reisen wollte (und dort auch unter 4 Stunden laufen wollte), mussten wir jedoch schon um kurz vor 6 Uhr am Donnerstag am Hauptbahnhof sein. D.h. seeeehr früh aufstehen, also um 4 Uhr. Leider haben wir in der Nacht auch nicht allzu viel Schlaf abbekommen. Da es morgens wie aus Kübeln regnete, fuhren wir mit dem Auto zum Bahnhof. Die S-Bahn war ungewohnt pünktlich und auch das Umsteigen in den ICE klappte hervorragend. Der fuhr pünktlich los und stoppte nach ein paar Hundert Metern wieder – Türprobleme. Aber mit leichter Verspätung ging es dann endgültig los. Stellenweise fuhr er 280 km/h.

So kamen wir fast pünktlich um kurz vor 10 Uhr in Berlin am Hauptbahnhof an. Nach kurzem Aufenthalt fuhren wir zum Platz der Luftbrücke am ehemaligen Stadtflughafen Tempelhof.

Dort war nach zwei Jahren erstmals wieder die Messe, die um 11 Uhr öffnete. Als wir am Einlass waren, meinte der Ordner, dass wir unsere Koffer an der Gepäckabgabe abgeben müssten. Nochmal zurück, kurzes Fotoshooting mit Fridolin Flink und dann der nächste Einlassversuch.

Dick und Doof (war einer der Kommentare zu dem Bild)

Geklappt. Zuerst konnte Michaela noch mit, aber dann ging ich in den streng kontrollierten Bereich. Wir vereinbarten einen Treffpunkt bei der Inline Skater-Messe, damit sie in der Zwischenzeit shoppen konnte. Erstmal Startpass-Kontrolle, dann Startarmband, danach Ausweiskontrolle. Dann durch die Messe-Hangars zum Einlass für die Startunterlagenabholung, am Brandenburger Tor.

Ein Geschiebe und Gedränge in Schlangenlinien. Es waren alle Nationen am Start. Die Nummernausgabe ging jedoch zügig, da in Berlin alles super organisiert ist und ausreichend Ausgabeschalter vorhanden sind. Dann noch kurz das Finisher Shirt beim Adidas-Stand zum stolzen Preis von 35 Euro kaufen. Die verdienen sich dort eine goldene Nase. Noch kurz an der Marathon-Wand verewigt und etwas bummeln.

Da die Preise gesalzen sind, hab ich mir nur wieder das Sonderglas von Erdinger Alkoholfrei geholt. Die Füllung bekam ich am Stand vom Rennsteiglauf. Da ich im Finisher Shirt vom letzten Marathon immer zur Abholung gehe, hab ich sogar eine Flasche Urköstritzer bekommen. Die wird erst nach dem Lauf genossen, war mein Plan.

Gibt’s erst danach – wenn Alles klappt

Als ich Michaela wieder traf, wollten wir uns erstmal was zum Essen holen. Naja, diese Pulled Pork-Burger waren klein und teuer – satt waren wir danach nicht. Da wir eh am Abend zum Essen gehen wollten, musste das vorerst reichen.

Danach wollten wir zum Hotel aufbrechen. Ich wollte mir noch ein Event-Cap kaufen, aber eine Frau hat mir das Letzte weggekauft. So gingen wir und holten unsere Koffer ab. Noch ein Fotoshooting und dann sahen wir mehrere Leute in tollen Jacken. Michaela wollte auch eine Jacke und so lief sie nochmal zum Adidas-Stand. Ich wartete vor der Messe und nach kurzer Zeit konnte ich fließend polnisch, japanisch und spanisch. Leider waren die Jacken dann doch nix und außerdem viel zu teuer. Aber sie bekam drinnen noch das Cap. Sie sagte, dass die Schlange bei der Abholung nun rießig ist.

Hoffentlich erwischts mich nicht nochmal

Auf dem Weg zum Bahnhof noch ein kleines Hinweisschild auf der Strasse fotografieren, was mich an den Tag nach dem ersten Berlin-Marathon erinnerte. Diesmal klauen sie mir hoffentlich nicht Geldbeutel. Danach fuhren wir mit der Ring-Sbahn zum Hotel, das direkt an der Haltestelle lag.

Hotel

Wir waren von der Fahrt und der Berlin Vital Messe schon ziemlich fertig und wollten nur noch aufs Zimmer. Um 17:30 Uhr sollten wir Michaelas‘ Mama und ihren Bruder mit Chrissi treffen. An der Rezeption gab ich den Hotel-Voucher ab. Dauert etwas lange – besorgniserregend lange. Der Portier fragte mich, ob wir am Vormittag schon eingecheckt haben. Komisch. Er ging nach Hinten und kam wieder.

Ich holte am Handy die Bestätigungsmail heraus. Er rief dann bei Check24 und spendierte uns einen Kaffee. Danach telefonierte ich mit der Dame von der Check24-Hotline. Alles schien OK zu sein, aber das Reiseunternehmen hatte wohl die Buchung nicht ans Hotel weitergereicht. Wieder warten, dann kam der Portier mit unseren Karten. Endlich konnten wir ins Zimmer. Da schellte schon das Telefon und die Dame von der Hotline war am Apparat. Sie erreicht bei dem Veranstalter niemand und ich sollte nochmal eine Buchung machen. So buchte ich das bereits bezahlte Zimmer für 408 Euro nochmal über Expedia für 530 Euro. Den würde ich aber wieder zurückbekommen. Am nächsten Morgen erhielt ich vom ursprünglichen Veranstalter eine Mail mit 134 Euro Stornierungsgebühr.

Fazit: Nie wieder ein Hotel buchen, welches den Namen Vienna im Namen hat. Das hat beim Wien-Marathon schon nicht geklappt. Außerdem lockte der Namen ganze Heerscharen österreichischer Marathonis an. Die Zimmer waren sehr klein, es gab wenig Staumöglichkeiten und das Bad war vollkommen unpraktisch. Eine Milchglas-Tür hab ich auch noch nicht als Raumtrenner zum Schlafbereich gehabt.

Nach dem unterhaltsamen Abendessen mit der Familie (leckeres, mongolische All-You-Can-Eat) gingen wir auf dem endlosen Flur zum Zimmer. Dummerweise waren die Karten deaktiviert und so mussten wir wieder runter. So waren wir dann erst um Mitternacht im Bett.

Sightseeing

Am Samstag nach dem Frühstück fuhr Michaela allein zum Grab ihrer Oma. Ich musste Schritte sparen und nutzte die Zeit zum Vorbereiten der Startausrüstung. Alles hundertmal umgepackt. Ich wollte ja mit dem neuen Trikot laufen, welches keine Rückentaschen hatte. Mit Bauchtasche (am Rücken) ist etwas unpraktisch.

Premiere für das neue Laufshirt

Mittags trafen wir uns im Ring-Einkaufscenter, in dem eine rießige Carrera-Bahn aufgebaut war.

Kleine Nudelbox und dann wieder zurück aufs Zimmer. Um halb 4 wollten wir uns ja mit Michaelas Eltern treffen. Die Fahrt mit der Straßenbahn endete abrupt – Streckensperrung wegen Marathon. Verspätet kamen wir dann am Fernsehturm an und gingen dann zur Strecke, um die Inliner zu fotografieren.

Mit einem Affenzahn fuhren die um die Kurve und auch die Ordner vor dem Besenwagen waren auf Rollen unterwegs.

Bayerische Flüchtlinge in Berlin gesehen

Anschließend gingen wir zur Strasse „Unter den Linden“, um eine optimale Fotografierposition auszumachen. Leider vergebens und Martin quängelt auch immer rum, weil er Schritte sparen will.

Nach einem Fotoshooting am Bode-Museum (wo ist meine 100-Millionen-Goldmünze?) hatten wir im Barista am Hackeschen Markt ein gemeinsames Abendessen. Leider war die Portion Spaghetti Bolognese nicht so gross wie erhofft. Aber ich hab mir im Hotel dann noch ein kleines Päckchen Haribo Colorado reingepfiffen – Kohlehydrate pur.

Nach der Rückkehr ins Hotel duschte ich nochmal und richtete alles her. Da ich immer wieder Schmerzen in der rechten Achillessehne hatte, war ich mir über die Schuhwahl noch nicht im Klaren. Um 22 Uhr ging ich dann ins Bett und schlief bis 4 Uhr passabel und dann nur noch einmal kurz. So bin ich vor dem Wecker-Klingeln um halb 6 ins Bad.

Vor dem Lauf

Da das Hotel wegen dem Marathon ausnahmsweise um 6 Uhr schon Frühstück anbot, bin ich erstmal dorthin gegangen. Der Raum war voll von Teilnehmern, hauptsächlich Össis und Amerikaner. Etwas Kaffee und ein Brötchen sowie Müsli. Eine Banane vom Buffet verschwand zufälligerweise in der Jacke.

Danach wieder ins Zimmer und finales Anziehen. Michaela machte ein Foto von mir und dann ging es los. Vor dem Hotel war schon eine Horde Japaner, die sehr witzig gekleidet waren. Sie hatten alle Handschuhe an. Auch der King of Pop war dabei.

Michael Jackson lebt doch noch. Sie verfolgten mich bis zum Hauptbahnhof. Erst wollte ich dort noch auf die Toilette, aber die Schlange davor schreckte mich ab. So ging es der Menschenmasse hinterher über die Brücke zum Bundeskanzleramt.

Leider erreichte ich telefonisch Stefan und Wilfried nicht, aber nachdem Wilfried an mir vorbeiging rief auch Stefan zurück und er kam zu uns rüber. Die Kanzlerin wollte uns nicht zum Frühstück empfangen – Danke Merkel.

Anschließend gingen wir durch die Einlasskontrolle und gaben unsere Kleiderbeutel ab. Dummerweise hab ich vergessen, nochmal Deo nachzusprühen – das wird ja lecker.

Eigentlich dürfte ich ja in Startblock F in der zweiten Startwelle starten. Aber ich wollte mit den Beiden starten und hab auf der Messe gefragt, ob ich freiwillig nach Hinten gehen könne. So konnten wir gemeinsam in Block G mit der letzten Startwelle starten, was im Nachhinein die richtige Entscheidung war.

Bevor wir in den Block gingen nochmal kurz die Blase entleeren. Dann ging es rein und die Stimmung war schon überwältigend. Wir hatten auch eine Videowall vor uns und konnten um 9 Uhr den Start der Handbiker und dann um 9:15 den Start der Elite verfolgen. Tausende weiße und blaue Ballons stiegen auf und die Victoria von der Siegessäule glänzte durch die Sonne Heute doppelt so schön.

Stefan und ich mussten schon wieder ins Dixie-Land, kamen aber leider nicht mehr zurück zu Wilfried. Irgendwie konnte sich mein Brustband nicht mit meiner Uhr koppeln und hab aus Versehen dann den Sender von Stefan angezapft. So hatte ich seinen Puls (der ein Traumpuls ist) immer im Blick. Leider halt nicht meinen eigenen Puls.

Nachdem die ersten beiden Startwellen durch waren konnten wir nachrücken. Die Stimmung war gigantisch. Es wurden sogar die 47 Teilnehmer aus Island begrüßt mit dem Huh-Schlachtruf von der Fußballmannschaft. Gänsehaut pur, wenn Tausende die Hände zusammenklatschen und voll Inbrunst „HUH“ schreien.

Dann die Berlin-Startmelodie (an die ich mich wieder erinnern konnte), noch kurz mit Stefan die letzten taktischen Details durchgehen und uns gegenseitig viel Erfolg zu wünschen. Griff zur Kreuz-Kette und bekreuzigen. Ab geht’s – Berlin, wir kommen.

Der Lauf

Um kurz nach 10 Uhr überquerten wir die Startlinie. Das Gedränge war nicht allzu gross, so dass wir leicht zusammenbleiben konnten. Unsere Zielzeit von 3:39 Stunden (Hauptsache unter 3:45 bleiben) haben wir versucht mit der Renntaktik von Greif zu erreichen. Diese sah vor, die ersten 15km in 5:16, dann schnelle 10km in 5:07 und die restlichen 17,x km in 5:12 zu laufen. Diese Renneinteilung find ich vom Kopf her besser, als die Halbmarathon-Denke. Marathon ist zu 90% Kopfsache – der Rest ist mental.

Nach der Siegessäule

Erstmal ging es um die Siegessäule, wobei ich sehr oft zu der Victoria in ihrem goldenen Kleid hochsehen konnte. Dann weiter immer gradaus durch den Tiergarten bis zum Ernst-Reuter-Platz. Es waren sehr viele Zuschauer an der Strecke. Weiter ging es durch Alt-Moabit Richtung Kanzleramt.

Da standen auch Michaela und Birgit und konnten erste Fotos von uns machen.

Wurstlieferung für Frau Merkel

Weiter zur Friedrichstrasse und direkt auf den Friedrichstadt-Palast zu, wo wir scharf links abbogen. Ich versuchte weitestgehend mich an der blauen Linie zu orientieren, um nicht wie 2015 viel zu weit zu laufen. Wir hatten mittlerweile den anfänglichen Rückstand reingelaufen und waren sogar etwas zu schnell.

Dann ging es in Ost-Berlin weiter zum Alexanderplatz, an dem wir vielleicht Michaela und ihre Mama sehen würden. Wir waren jedoch zu schnell und auch für die Zuschauer ist es mit den Öffentlichen nicht einfach, rechtzeitig an den vereinbarten Hot-Spots anzukommen. Weiter ging es dann durch das ehemalige Ost-Berlin. Wir versuchten, trotz der hohen Temperaturen nicht jede Versorgungsstelle mitzunehmen, und machten nur bei jeder Zweiten eine kurze Pause. Der Schwamm war auch eine Abkühlung.

Bei Kilometer 15 ging der schnellste Streckenabschnitt los über Strassberger Platz weiter zum Kottbusser Tor. Da die Verpflegung hier noch reinspielte starteten wir mit einem 8er Schnitt und mussten diesen aufholen. Einmal liefen wir unter Bahngleisen durch einen Tunnel mit Samba-Trommlern. Brutale Lautstärke, was unheimlich pushed. Ich hatte ja meinen Walkman nicht dabei, um die geniale Stimmung in Berlin mit seinen tollen Bands und den Zuschauern geniessen zu können.

Zudem konnte ich mich so mit Stefan besser verständigen. Obwohl der Martin am Anfang viel plappert wird er am Schluss immer doch sehr wortkarg. Außerdem hatte ich ja keine Kontrolle über meinen Puls, der sicher um einiges höher lag als Stefans‘.

Kurz vor dem Rathaus Schöneberg lag die Halbmarathon-Marke. Mittlerweile hatten wir den 5:07-Schnitt gut erreicht und es lief bei uns Beiden noch gut. Am Streckenrand rief mir Michaelas‘ Mama Birgit zu. Leider konnte uns Michaela hier nicht fotografieren, da wir in einer Gruppe liefen.

Eine Frau hob eine Tafel hoch, dass Eliud Kipchoge den Weltrekord mit 2:01:39 um mehr als 1 Minute verbessert hat. So können wir später behaupten, dass wir dabei gewesen sind und er Angst vor genau uns hatte. Aber noch ist fast die ganze zweite Hälfte vor uns *heul*.

Fantastisch: Eliud Kipchoge besiegt mich zum zweiten Mal in Berlin – mit Weltrekord

Kurz darauf kam die nächste Verpflegungsstation bei KM 25 und unser letzter Streckenabschnitt begann: „bloss“ noch 17,xx Kilometer. So langsam setzt die Müdigkeit ein, die Füsse werden schwerer und seit km 1 muss ich eh schon wieder bieseln. Aber ich wollte Stefan nicht beunruhigen und nachher hat er mir gesagt, dass es ihm genauso ergangen ist. Die Zusammenarbeit funktionierte perfekt. Mal er vorn, mal ich vorn. Ich wollte auch nicht wieder am Schluss wie in München einbrechen und Biss deshalb umso mehr auf die Zähne.

Bei km 30 kamen wir wieder zu einem Platz mit sehr vielen Menschen, dem Wilden Eber, und langsam drehte sich die Strecke Richtung Ku’damm. Nach der Verpflegung bei km 32 sollten Stefans Frau und Freunde von Ihnen stehen. Da mussten wir wieder frisch aussehen. Sie sahen uns, aber wir hatten ja noch 10 Kilometer vor uns. Endlose Kilometer.

Erstmal weiter zur Gedächtniskirche und weiter am Kurfürstendamm Richtung Osten. Es ging immer geradeaus, aber es waren noch sehr viele Leute an der Strecke. Auch erhaschen wir immer wieder ein kleines Windchen, welches für Abkühlung sorgte. Dann holten wir den 4:00-Pacemaker eines früheren Startblocks ein und mussten weiräumig um die um ihn herumlaufende Traube herumlaufen.

Aus der Ferne sah man auch das DB-Hochhaus am Potsdamer Platz. Plötzlich machte es beim Landen auf dem rechten Fuss platsch und brannte stark im Zehenbereich. Da muss wohl das Hühnerauge, das ich seit einiger Zeit rumschleppe, geplatzt sein. Von da weg brannte es an den rechten Zehen mit jedem Auftreten.

Von der geplanten Durchschnittspace von 5:12 für den letzten Abschnitt waren wir ständig ca. 10 Sekunden entfernt. Mit 3:39 wird es wohl nix mehr, aber wir einigten uns, dass wir unter 3:45 bleiben wollten – ja mussten. Somit waren weder Gehpausen noch Schwächephasen drin.

So ließen wir die letzte Verpflegung vor dem Potsdamer Platz aus (@Stefan: Ich hab echt geglaubt, dass da noch eine Station kommt). Am Potsdamer Platz vor der Mall of Berlin sahen wir nochmal Michaela und Birgit.

Dann liefen wir zum Gendarmenmarkt. Plötzlich lag eine ältere Frau auf der Straße – sie war wohl beim Versuch, die Straße zu queren, gestolpert. Die Brille halb vom Kopf runtergerissen und ihre weiße Hose war danach wohl nicht mehr blütenweiß. Aber immer wieder versuchen es Leute, teils mit Fahrrad, die Strecke zu queren. Das hätte am Samstag bei den Inlinern einen bösen Unfall gegeben.

Danach ging es parallel zur Strasse „Unter den Linden“ weiter, bis wir auf die Straße zuliefen. Stefan schrie mir nach, dass ich loslaufen kann. Noch 1 km und ich legte los. Scharf um die Kurve und dann waren die Besuchermassen da. Vorbei an Russischer Botschaft und Hotel Adlon ging es unter tossendem Applaus im Schlussprint auf das Brandenburger Tor zu.

Nachdem ich vor 3 Jahren links durchlief, wollte ich Heute in der Mitte durchlaufen. Geniales Gefühl. Nun noch ein paar Hundert Meter im Vollsprint mit 14 km/h bis endlich der blaue Teppich beginnt.

Auf der Ziellinie noch möglichst Viele überholen und dann beide Hände ausgestreckt mit allen zehn Fingern nach oben reißen. Der zehnte Marathon ist geschafft. Uhr stoppen, und bei 3:43:31 (offiziell 3:43:27) bin ich durchs Ziel gelaufen. Neue Persönliche Bestzeit und endlich „Breaking 3:45“.

10 Fingers for 10 Marathons

Nur 8879 Männer zwischen mir und dem neuen Weltrekordinhaber. Stefan kam ein paar Sekunden später ins Ziel und wir beglückwünschten uns gegenseitig zu unserer tollen Leistung.

Endlich bekamen wir die wohlverdiente Medaille überreicht und gingen erstmal zur Verpflegungsstation und tranken etwas. Stefan musste sich an die Absperrung setzen. Ich wollte mich nicht hinsetzen, da ich NIE wieder hochgekommen wäre. Neben ihm saß ein Erstbezwinger, der es in sagenhaften 3:32 schaffte und nie wieder einen Marathon laufen wollte. Ich erzählte ihm von dem Suchtfaktor und dass er unbedingt mal Hamburg, Füssen und Wien machen muss. In ein paar Tagen wird er sich sicher anmelden.

Ein anderer Läufer musste sich kopfüber an den Zaun gelehnt entleeren. Aber in Berlin ist immer Jemand vom medizinischen Dienst zur Hand. Danach gingen wir zum Erdinger und holten unseren Kleiderbeutel ab. Ich zog mich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Platz vor dem Reichstag um und versuchte, Wilfried zu kontaktieren.

Dann verabschiedete ich mich von Stefan, der zu seiner Frau Ruth wollte. Ich sprach Wilfried auf die Mailbox und ging zur Medaillengravur und Urkundenausgabe. Dann rief mich Michaela an, dass er schon bei ihnen am Brandenburger Tor war. So machte ich mich auch auf den Weg, wollte aber noch aufs Dixie. Aber da waren zwei Kabinen und eine Riesenschlange. Gut, vielleicht kommt ja nachher noch was.

Raus aus dem Gelände und da sah ich sie schon sitzen. Ich musste jetzt aber wirklich. Gottseidank bekam ich gleich eine freie Kabine. Der Mann der rauskam sagte, dass die ganz übel sei. Ich habe versucht, nicht in die Schüssel zu sehen und nur zu pinkeln. Augen zu und durch.

Auf dem Rückweg dann gleich eine Currywurstsemmel (heißt hier Brötchen) gekauft und genüßlich verputzt.

Später sind wir dann zusammen mit Wilfried zum Hauptbahnhof gegangen. Er musste ja nach Leipzig. Am Alex verabschiedeten wir uns von Birgit und fuhren zum Hotel.

Nach dem Rennen

Erstmal raus aus den Klamotten. Socken ausziehen wird spannend. Zunächst den linken Socken – Fuss sieht OK aus, keine Blasen, der „Zeigezeh“ war davor schon schwarz. Dann der kritische rechte Socken: Oben OK, unten ist anscheinend etwas geplatzt, aber kein Blut. Dann unter die Dusche und schöne Kalt-Warm-Duschen. Danach schön mit Weihrauchbalsam eingeschmiert und etwas hinlegen.

Nach der schwierigen Restaurantsuche hat Michaela mich angeschaut und gesagt, dass wir zum Ostkreuz in das Restaurant „Hüftgold“ fahren. Wie sie da wohl draufgekommen ist? Da die Startnummer ja bis 22 Uhr als BVG-Karte galt haben wir diese eingepackt und sind dann zur S-Bahn. Nicht so tolle Gegend, aber lauter nette kleine Kneippen mit witzigen Tafeln.

Ich bestellte mir ein Alkoholfreies (richtiges Bier gibt’s im Zimmer) und eine leckere Brokkolicremesuppe. Die war zwar sehr versalzen, aber das hab ich bewusst selber gemacht. Zum Hauptgang gab es für mich Rigatoni mit Hähnchenbrustfilet. Sehr gut. Michaelas Cordon bleu sah eher aus wie eine Roulade, hat ihr aber auch sehr geschmeckt. So hatte ich wenigstens die Kalorien, die ich von Stefans Brustgurt geklaut habe, schnell wieder reingefressen.

Im Bett gab es das Feier-Bier von Urköstritzer und ich bin friedlich eingeschlafen. Krämpfe hatte ich zwar keine, aber jedes Umdrehen war mit Schmerzen verbunden. Ab 4 Uhr konnte ich fast gar nicht mehr schlafen. Immer wieder kurz wegdösen. Am Morgen unter die Dusche, mit zahlreichen Finishern (die auch noch etwas wackelig auf den Beinen waren) zum Frühstücksbuffet gehen und alles Zusammenpacken für den Checkout.

Im Hauptbahnhof noch kurz bummeln. Gefühlt hat jeder Zweite ein Finisher-Shirt an oder die Medaille um den Hals hängen – und ein breites, zufriedenes Gesicht (wenn es eine Rolltreppe gibt). Da der Zug um halb 2 ging, gönnten wir uns noch einen Döner. Die Bahnfahrt mit dem „normalen“ ICE über Erfurt bis Nürnberg war OK, dann gab es ein Problem mit dem Triebfahrzeug und plötzlich hatten wir mehr als eine halbe Stunde Verspätung. Ein paar notorische Nörgler brachten gleich Unruhe in die Menge. Dann plötzlich ging es weiter und der Zugführer sprach auf einmal fränggisch und fränglisch. Aber um kurz nach 19 Uhr waren wir dann in Pasing und konnten noch Semmeln kaufen und bald darauf mit der S-Bahn nach Gernlinden fahren. Endlich daheim – und mit der Lucky war auch alles in Ordnung. Jetzt ist erst mal Lauf-Pause.

Rennvideo

Medaille

Strecke

Streckenvideo

Hier könnt Ihr die Strecke nochmal „mitlaufen„.

Urkunde

Stolz wie Bolle

Finisher-Shirt

Finisher-Poster

BMW = Freude am Fahren vs. Martin Glas = Freude am Laufen

05.09.2018: Der Countdown beginnt

05.09.2018: Noch 11 Tage …

Am heutigen Mittwoch steht kein Lauftraining an. Einfach mal relaxen (und etwas BlackRoll). Pünktlich um 9:15 Uhr mach ich jetzt täglich ein Screenshot mit dem finalen Countdown.

Nicht mal mehr 11 Tage

Da ich – egal wie Berlin „läuft“ – weitermachen will mit Marathon-Laufen kam Heute passend gleich die Bestätigungskarte für den nächsten Marathon 2019.

Momentan steht es ja noch 7:2, d.h. sieben Marathons unter 4 Stunden und zwei langsamer. Das sind Berlin und der Rennsteig. Diese „Scharte“ gilt es nun auszugleichen, bevor ich mich an neue Strecken mache. Obwohl für den Rennsteiglauf 2019 glaub ich, dieses Ziel (noch) nicht erreichen zu können. Schau mer mal.

06.09.2018: Top Ten

Heute Mittag traf ich mich mal wieder mit Stefan und Martin, um die letzten strategischen Abstimmungen vorzunehmen. Die Beiden werden am Sonntag noch in Lenggries beim Isarlauf über 21 bzw. 30 km teilnehmen. Ich drück ihnen die Daumen, dass alles klappt und sie sich gut erholen können.

Am Abend stand dann der letzte längere Lauf an – 90 Minuten im MDL-Tempo (5:45 – 6:15). Bei anfangs strahlendem Sonnenschein lief ich mit den Mizuno Wave Rider 20, mit denen ich sonst nie Probleme hatte. Aber Heute hatte ich ziemlich schwere Beine und auch die Achillessehne tat weh. Mit der Zeit lief es jedoch besser und so konnte ich die Einheit nach 17,5 km abschließen.

Letzte längere Laufeinheit

07.09.2018: 9 Tage noch

Heute war lauffrei, da ich nach der Arbeit noch nach Steindorf gefahren bin. Heute in einer Woche geht die Reise los.

08.09.2018: Nur noch 8 Tage

Heute war nach drei Wochen wieder Samstags-Einsatz in Steindorf angesagt. Deshalb ist das Lauftraining ausgefallen.

09.09.2018: In einer Woche ist es so weit

Heute stand wieder der Friedberger Halbmarathon an – diesmal leider ohne mich. Nach sieben Teilnahmen in Folge musste ich das Rennen auslassen. Stattdessen half ich meinem Bruder beim Weisswurstverkauf anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Schützengesellschaft Steindorf. 

Obelix ist auch in den Zaubertrank gefallen
Um 7 Uhr war noch nicht viel los

Um 9:15 war es so weit – die letzte Woche ist angebrochen.

Genau noch 1 Woche

Am Abend hatte ich dann noch das letzte Intervalltraining auf dem Plan: 15min Einlaufen, dann 4×1,6 km in HMRT und dann 15min Auslaufen. Michaela wollte auch nochmal Lauffotos trainieren und deshalb war ich gewissermaßen auf dem Catwalk.

Fersenläufer auf dem Catwalk

Leider spürte ich die Achillessehne sehr stark und hoffe, dass die Schmerzen bis nächsten Sonntag Weg sind.

10.09.2018: In einer Woche ist der Spuk vorbei

11.09.2018: Noch 5 Tage …

… und ich hab keine Lust mehr zu laufen. Innerer Schweinehund hat endlich gewonnen. Stattdessen werde ich jetzt noch auf den Crosstrainer gehen – ist auch für die Achillessehne besser so. Don’t panic.

12.09.2018: nur noch 4 Tage

Am Mittag traf ich mich wieder mit Stefan, um das Wochenende vorzubereiten. Leider sind wir am Sonntag doch in unterschiedlichen Startblöcken. Aber vielleicht kann man da ja noch was ändern.Auf dem Weg mit der Sbahn nach Hause kam dann eine Mail, dass meine Startwelle am Sonntag 10 min früher ist. Daheim angekommen schnell die Laufschuhe angezogen und mit Michaela eine letzte Runde über 7 km laufen. Die Achillessehne sprüht ich leider wieder.

Bin schon am Start
Startblock F (oder freiwillig doch in G)

13.09.2018: Jetzt geht’s los …

… mit dem „Ich fühl mich krank“. Nachdem alles gepackt ist, fühl ich mich leicht kränklich. Hoffentlich nur ein eingebildetes Gefühl. Ansonsten heute nur kurz auf den Crosstrainer und mit unserer Nachbarin Renate die Fütterung von Lucky abgesprochen.

14.09.2018: Two Days – Anreise

Im ICE Express ging es am Freitag von München nach Berlin. Wie die Anreise verlief, könnt Ihr im Marathon-Bericht lesen.

15.09.2018: The day before …

16.09.2018: Raceday

Letzter Screenshot des Countdown direkt nach dem Aufwachen.

01.09.2018: Trikot ist da …

Heute war ein lauffreier Tag. Nach der härtesten Woche in der Trainingsvorbereitung für den Berlin-Marathon klingelte am Samstag früh der Postbote. Gestern wurde es schon per Mail angekündigt und dann lag es vor mir, mein Geburtstagsgeschenk von Michaela: ein selbstdesigntes Laufshirt für die kommenden Läufe. Nachdem mein Bruder das bisherige, orange Laufshirt als „geschäftsschädigend“ bezeichnet hatte, hat mir Michaela dieses zum Geburtstag geschenkt. Naja, das alte Shirt ist in den letzten Jahren halt etwas eingelaufen – oder ich etwas auseinandergegangen.

Ich hoffe, es gefällt Euch auch so gut wie mir. 

18.08.2018: Kiss & Run – 15. Kissinger Halbmarathon

Als letzter Formtest vor dem Berlin Marathon stand Heute der Kissinger Halbmarathon an. Da er sonst immer zu kurz vor dem Friedberger Halbmarathon stattfindet, hab ich diesen Lauf als Ersatzrennen ausgewählt. Die Strecke ist nicht amtlich vermessen und auf meiner Uhr fehlten am Ende rund 500 Meter. Aber was soll’s, Hauptsache ein Wettkampf. Leider konnten meine beiden Kollegen Sarah und Stefan, mit denen ich in Berlin starte, wegen Urlaubsreisen nicht dabei sein. Dafür war ich umso erfreuter, dass Martin Claußner extra aus München angekommen war.

Am Samstag nach einem Shopping-Marathon (Metzgerei hat ja Urlaub und so hab ich Zeit) die Sachen zusammenpacken. Bei der Schuhwahl war ich etwas unentschieden zwischen den Asics DynaFlyte und den Saucony Kinvara 9. Da es schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr geregnet hat, schieden die Goretex-Schuhe aus. Und da es vom Plan her Halb/Halb über Asphalt und Feldweg ging, blieben die Trailschuhe auch im Schrank.

Am Sonntag schellte dann um 6 Uhr der Wecker. Gemütlich aufstehen und frühstücken. Danach dann die Beine mit Chillsan einmassiert. Das wird wieder lustig, wenn die Sonne draufknallt. Nochmal alles zusammensortieren und um kurz nach 8 Uhr sind Michaela und ich dann los nach Kissing. Martin Claußner wollte auch um 9 Uhr da sein, er musste sich aber noch nachmelden. Als wir angekommen sind, haben sich auch schon unsere Friedberger Freunde per Whatsapp gemeldet, die uns schon suchten. Kurze Begrüßung und ich holte meine Startunterlagen ab. Als ich zurückkam und die Startnummer hochzieht, fielen Kristy die Augen fast raus. Er ist Bayern-Fan und konnte mit meiner Startnummer überhaupt nix anfangen: Nummer 60.

Startnummer löst bei Bayern-Fans komische Gefühle aus.

Auf dem Weg zurück zum Auto trafen wir dann Martin, der schon fertig war. Ich musste mich noch endgültig anziehen und dann nochmal kurz auf die Toilette. Michaela überholte mich dort sogar, weil das Gedränge an der Männertoilette größer war als bei den Damen. Draussen trafen wir uns alle wieder und plötzlich sah ich ein bekanntes Gesicht. Monika H., die ich schon öfter beim Friedberger Halbmarathon getroffen habe und die ich ab und zu in der Metzgerei treffe.

Wir schaffen das – trotz der Hitze

Michaela schoss noch ein paar Fotos von den beiden Martins‘ an der Startlinie. Langsam nähert sich der Zeiger der Startzeit von 10 Uhr.

Das doppelte Martin’chen – ein Martin am Start und ein Martin im Ziel.

Bevor wir in die Startaufstellung gingen gab es noch einen Abschiedskuss von Michaela in Kissing – wir sind ja auch in Kissing :-). Martin wollte ggf die 1:30 knacken und ich hatte mit 1:45 auch ein ambitioniertes Ziel – angesichts der recht heißen Temperaturen.

Noch konnte ich Lachen

The final Countdown: 4, 3, 2, 1 LOS – F** everyone and run. Ich verabschiedete mich gleich von Martin, weil sein Tempo konnte (und wollte) ich nicht mitgehen.

Kleines, aber schnelles Starterfeld

Gleich am Start am Fitpoint in Kissing ging es erstmal über die Bahnbrücke hoch und dann scharf links auf die Straße parallel zur Bahnlinie.

Die 60 kommt ins Rollen (bin gar kein 60er-Fan)

Das Feld mit ca. 150 Teilnehmern war da schon etwas auseinander gezogen und so ging es die ca. zwei kilometerlange Gerade in der prallen Sonne. Ein paar Alleebäume spendeten etwas Schatten. Ich konnte sogar ein paar Plätze gewinnen, wollte aber nicht zu schnell angehen. Doch der Jagdinstinkt ist halt nicht so leicht in Zaum zu halten. Am Ende der Gerade ging es hoch zur Brücke und ich konnte auf einen Schlag gleich vier Läufer überholen, weil ich in der Kurve innen neben der Strasse lief.

Zunächst führte der Weg auf dem Radweg Richtung Weitmannsee – endlich etwas Schatten. Dann bogen wir auf einen Feldweg ab, der am Anfang frisch mit Rollsplit aufgefüllt war, der schwer zu Laufen war. Am Restaurant am Weitmannsee ging es dann entlang des Ufers zur ersten Wasserstation. Weiter auf einem schmalen Weg durch dichtes Gehölz zum Radlweg am Lech.

Leicht spührte man einen Gegenwind und ich konnte mich an die Fersen eines Läufers von der TG Mering heften. Nach ca. 2 km bogen wir dann zum Auensee ab und da waren auf einmal … alle nackt. Ich kenne ja den Kissinger Auensee und hab schon gehört, dass es da einen FKK-Bereich gibt. Aber das der Halbmarathon da direkt vorbeiläuft und unter einem Sonnenschirm ein tätowierter Frauenpo hervorblickt war schon echt witzig. Und es kam noch schlimmer (und älter). Nicht mein Ding, so hab ich dann doch eher in die andere Richtung geschaut. Als wir durch waren sah man gleich schon die Zugbrücke.

Michaela stand auch schon mit der Kamera da und ich lief das erste Mal in den Startbereich.

Über eine Brücke musst Du sechsmal gehen

Ich rief zu unseren Freunden rüber, dass ich wohl jetzt schon Halluzinationen habe, weil alle nackert sind und erntete großes Gelächter.

Auf gehts in Runde 2

Zum Start in die zweite Runde nutzte ich die Verpflegungsstation und der Fotograph der Augsburger Allgemeine erwischte mich typisch beim Futtern.

Eat & run (Foto: Augsburger Allgemeine)

Michaela machte viel bessere Fotos, auch wenn meine Herzchen-Bilder eher herzzerreißend waren. Irgendwie kann ich das nicht.

Missglückter Versuch, ein Herz zu formen.

Auf der langen Geraden konnte ich den Läufer aus Mering überholen und schon sah ich das nächste Opfer, den ich dann unter Applaus von 4 Zuschauern, die am Bahngleis warteten, überrumpeln konnte. Wieder hoch zur Bahnbrücke und Richtung Weitmannsee. Kurze Trinkpause – bei dem Wetter ist immer ein Becher für den Rachen und der Andere für den Kopf. Ich hatte schon den nächsten Läufer eingeholt und blieb bis zum Lechradweg hinter ihm. Ich nutzte den Pacemaker, um die Salztabletten aufzumachen und auch ein Energiegel herunterzubekommen. Kurz vor dem Auensee war ich gestärkt und konnte ihn überholen. Vorbei an den Nackedeis, die uns applaudierten ging es dann wieder hoch zur Brücke. Vor dem Start/Ziel konnte ich sogar noch den vierten Läufer in dieser Runde überholen.

Am Ende (von Runde 2)

Wieder hoch über die Bahnbrücke, langsam tun die Beine richtig weh und ich musste versuchen, nicht einzubrechen. Aber der Puls war noch in Ordnung. Vor mir sah ich auf der Geraden noch 3 Läufer. Es war schon etwas einsam. Ich lief auf der linken Straßenseite, um wenigstens ein paar Schattenstellen abzubekommen.

Das Bild stammt aus dem Anfang von Runde 2

Vor mir war ein komplett in schwarz gekleideter Läufer (bestimmt eine sehr dankbare Farbe bei dem Wetter) und langsam wurde der Abstand auch etwas geringer. An der Brücke zum Weitmannsee stand gottseidank die Feuerwehr und ich schrieb rüber „Wasser marsch“. Und schon war ich platschnass – sehr angenehm. Kurz vor dem Restaurant am Weitmannsee ließ mich der Läufer überholen und ich gönnte mir eine kleine Gehpause bei der Wasserstation. Leider ist mir beim Kopfkühlen sehr viel Wasser in die Augen geflossen, so dass ich am Anfang des Trampelpfades fast nix gesehen habe.

Aber auch ich werde verfolgt und als ich mich umsah, war ein orangenes Trikot ca. 30 Meter hinter mir. Kurzer Zwischenspurt, um den Abstand zu vergrößern, was mir auch gelang. Vor dem Auensee war der Vorsprung wieder komfortabel, aber ich wollte diesen Platz unbedingt verteidigen. Durch den Tunnelblick waren mir mittlerweile die Nackerten auch total egal. Zu Standing Ovations waren die vom Alter her ohne Viagra-Doping wohl eh nicht mehr in der Lage. Kurz nochmal umschauen und den Berg hochkriechen und da war er, der Läufer im orangenen Trikot, der mir sagte, dass direkt hinter ihm auch noch einer ist.

So mag ich es – Kämpfen bis zum Schluss

Dümmstenfalls hätte ich sogar noch um zwei Plätze nach hinten rutschen können, da das Feld ziemlich eng beieinander lag. Aber ich sagte ihm, dass ich nicht aufgebe. Die Brücke runter – kurz noch Fotoshooting bei Michaela – und auf zum Endspurt. Er war wieder knapp hinter mir und so lief ich auch mit 2 Sekunden Vorsprung vor ihm ins Ziel ein.

Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 23 – Aufgebn werd‘ am Schluss

Gut, er hätte es sicherlich geschafft und mich überholen können, aber das ist halt das Schöne beim Laufen, dass man diejenigen, die einen kilometerweit ziehen nicht auf dem letzten Meter überholt.

Nach dem Zieldurchlauf in hervorragenden 1:38:50 sah ich einen Feuerwehrmann, der mir bekannt vorkam. Es war „der kleine Richard“, der die Strecke absperrte. Er war früher als Metzger bei meinem Bruder beschäftigt. War auch schön, mal wieder kurz miteinander zu quatschen.

So damn lucky

Erschöpft und glücklich gings zur Verpflegungsstation und Michaela und Martin standen schon da. Martin war knapp 5 Minuten schneller als ich und schon am erholen, während ich erst noch etwas trinken musste. Gleich noch eine Halbe Riegele (alkoholfrei – zählt wie Wasser) und etwas quatschen. Ich war sehr zufrieden, auch wenn ich nicht gleich die Platzierung erfahren hab. Aber so um den 30. Platz könnte es geworden sein, da die Mitläufer echt top unterwegs waren.

Danach sind wir zum Auto und da Martin leider nicht zum Burger-Essen ins Los Perros mitkam, verabschiedeten wir uns. Ich ging dann gleich zum Duschen im Fitnesscenter und danach traf ich noch Monika und ihren Mann. Sie war auch fix und fertig wegen der Hitze. Respekt vor der Leistung, bei dem Wetter und nach langer Wettkampfpause.

Michaela war schon am Auto und ich verstaute noch die Sachen und trank einen großen Schluck. Die Beine fühlten sich recht gut an und auch mit Krämpfen während/nach dem Lauf hatte ich diesmal keine Probleme. Blasen hab ich auch keine gelaufen. Dann sind wir zum wohlverdienten Burger-Essen gefahren, wo Steffi, Kristy und Anja schon auf uns warteten. Oh, war das lecker 🙂 Ein Pepper-Burger nach einem Halbmarathon ist dann doch nicht so bekömmlich.

Burger-Time

Da wir ja eh in der Gegend waren, fuhren wir noch kurz in Steindorf vorbei und so konnten meine Eltern dann mit meinem Bruder per Whatsapp videotelefonieren. Wahnsinn, wie gut die Qualität heutzutage ist – trotz ein paar tausend Kilometer Entfernung. Mittlerweile meldete sich mein Magen/Darm-Trakt und innerhalb einer Stunde musste ich gleich dreimal auf die Toilette. Der Magen grummelte anständig. Aber auf dem Heimweg gönnten wir uns dann gleich noch ein Spaghetti-Eis. Damit die Kalorienbilanz ja nicht negativ wird.

Sieht aus wie eine Runde – waren aber 3 Runden

Am Abend erfuhr ich dann das offizielle Ergebnis. Die Zeit stimmte genau mit meiner Messung überein, die Entfernung war etwas unter Halbmarathon-Distanz und die Platzierung – Platz 23 von 72 Männern – machte mich total glücklich.

Platz 17 und 23 für die Martins‘

Herzlichen Dank an alle Beteiligten bei diesem tollen Event, v.a. an Michaela für die Fotos, Martin fürs Mitlaufen (auch wenn er mit gleich davongelaufen war) und die Friedberger Fans fürs Anfeuern. Ich kann den Lauf in Kissing empfehlen, auch wenn es über drei identische Runden geht. Aber wann läuft man schon mal durch ein FKK-Gebiet.

Kristy, der Bayern-Fan(atiker) schickte mir sogar noch ein nachbearbeitetes Foto mit meiner ausgeschriebenen Startnummer – 1860. Er hatte Heute wohl am meisten leiden müssen. Aber am Abend haben die 60er im DFB-Pokal dann doch noch verloren. Somit waren Alle glücklich und zufrieden an diesem Sonntag.

Neue Startnummer

Einen objektiver geschriebenen Artikel über das Rennen könnt Ihr bei der Augsburger Allgemeine nachlesen.

Den Lauf zum Nachlaufen findet Ihr hier.

Bis bald

Euer Martin Glas

 

05.08.2018: LongRun in the sun

Nachdem das Bloggen in letzter Zeit etwas ins Stocken gekommen ist, schreib ich Heute mal wieder etwas über den langen Lauf. Aufgrund der momentanen Hitzewelle ist ein langer Lauf nach/von der Arbeit eher nicht empfehlenswert. Da Michaela am Sonntag früh mit ehemaligen Arbeitskolleginnen zum Brunch verabredet war, wollte ich gleich in der früh starten. Nach dem Frühstück für mich (und die Katze) richtete ich die Trinkflaschen her, insgesamt 1,25 Liter. Und den Notgroschen hab ich auch eingepackt, falls das Wasser nicht ausreicht. Nach dem Umziehen dann alles verstauen und zusammen mit Lucky auf die Laufstrecke. Naja, sie bog gleich in die Büsche ab.

Ich lauf nicht – Du bist doch bekloppt

Selfie-Time

Um halb 7 ging es los Richtung Fliegerhorst nach Fürstenfeldbruck. Die Sonne kam schon raus.

Sunrise

Vorbei am Luftwaffen-Ehrendenkmal dann an überquellenden Mülleimern vorbei durch die Hasenheide. Manche Leute kapieren es nicht, dass wenn ein Mülleimer voll ist, es keinen Sinn macht, noch mehr reinzustopfen.

Nun auf dem Fussweg zum Pucher Meer, wo ich den ersten Fotostopp einlegte. Es waren schon Schwimmer im Wasser – einer sogar mit Neoprenanzug.

Pucher Meer – nachmittags ist sicher mehr los

Danach kam der Anstieg in Puch und oben saß ein Radler am Boden. Er musste sein Rennrad reparieren, da ihm die Luft ausgegangen war. Noch hatte ich Luft.

Radweg zur Ziegelei

Es war noch angenehm von den Temperaturen und am Himmel waren sogar kleine fluffige Wölkchen. Der zweite Fotostopp war nach 10 km an den Windrädern.

Leichter Wind

In Mammendorf gab es vor der Bäckerei Ihle schon eine Riesenschlange. Vormittags fahren sie mit dem Auto zum Bäcker – und Nachmittags jammern sie dann über die Hitze und das Lebensmittel knapp werden. Und bewegen soll man sich ja bei der Hitze auch nicht. Naja, ich mach halt wieder Bewegung und so bleibt der Schnitt der Deutschen wenigstens nicht ganz so weit unten. Diese Woche gab es eine Studie zur Bewegung und der Großteil bewegt sich weniger als 150 Minuten pro Woche – ich komm so auf ca. 700 Minuten.

Weiter ging es an der Schule in Mammendorf vorbei und dann Richtung Günzlhofen zu meiner Lieblingsstelle.

Wo ist die Sonne?

Am Himmel war sogar ein Heissluftballon.

Ich heb ab…

Noch ein Heissluftballon

Erst ging es auf dem schmalen Weg entlang meterhohen Maisfeldern und abschüssig durch den Wald.

So schön ruhig hier – kein Auto

Kurz vor Günzlhofen kommt ein kleiner, böser Anstieg und dann nach Oberschweinbach. Hier führt der Weg leider auch kontinuierlich aufwärts, aber durch den Wald, der Schatten spendete.

Kurz vor Nannhofen ging es nach Rammertshofen. Endlich wieder leicht abschüssig die Strecke. Hier war auchdie Halbmarathon-Distanz in knapp unter 2 Stunden absolviert.

Auf dem Betonweg nach Germerswang entlang der frisch gedroschenen Weizenfelder.

Es fühlte sich wärmer an als es aussieht

Es ging erstaunlich gut und auch dank den mitgeschleppten Getränken hatte ich keine so große Erschöpfung gefühlt. Wieder hoch zur Straße nach Maisach ehe es dann bergab ging.

Sonnenblumen gibts dieses Jahr wie Sand am Meer

In Maisach machte ich einen kurzen Screenshot-Stopp um 9:15 Uhr – genau noch 6 Wochen bis Berlin.

Ich war etwas zu schnell unterwegs und wollte endlich mal wieder die 30km-Marke reissen. So bin ich dann durch Maisach auf dem Feldweg nach Gernlinden gelaufen. Wieder Richtung Maisach und über die Bahnüberführung heim nach Gernlinden. Nach genau 32,1 km war Schluss – die letzten 10 km heb ich mir für Berlin auf. Eventuell noch ein 35 km-Lauf, aber die nächsten zwei Wochen ist jetzt Vorbereitung für den Kissinger Halbmarathon am 19.08., nachdem ich dieses Jahr nicht in Friedberg laufen kann.

Tagesbilanz

Zuhause gleich einen Refresher und ab in die Badewanne mit Muskel Aktiv. Das tut so gut.

Und danach gings weiter mit der Zwetschgenmarmeladenproduktion – 10 Kilo hab ich gestern/heute schon eingekocht. Naja, auch ein Läufer braucht ein zweites Standbein.

Karriere als Foodblogger gestartet

Hier könnt Ihr den Lauf nachlaufen.

Euch noch einen schönen Sonntag

 

26.06.2018: Road to Berlin

Kurz nach dem erlebnisreichen Rennsteiglauf und dem schönen Ägypten-Urlaub ging es am Sonntag, 24. Juni los mit der Vorbereitung für den Berlin-Marathon am 16.09.2018. Ich möchte wieder den Laufcampus-Trainingsplan für eine Zielzeit von 3:39 Stunden verwenden. Der Plan für 3:29 Stunden ist wegen 5 statt 4 Trainings/Woche für mich nicht möglich – man will ja auch noch etwas leben 🙂

Mittlerweile steht es bei meinen neun absolvierten Marathons 7:2 – also 7 Marathons in unter 4 Stunden und zwei langsamer. Nun geht es daran, erstmal auch diese beiden Strecken in unter 4 Stunden zu laufen. Wenn alles gut klappt, könnte beim Berlin-Marathon sogar die 3:45 Stunden unterboten werden. Für den Rennsteiglauf 2019 hab ich mich auch schon wieder angemeldet.

Ich werde diesmal nicht jede Woche einen Wochenbeitrag schreiben, sondern in diesem Beitrag die einzelnen Trainingseinheiten zusammenschreiben.

Woche 1

24.06.2018 – KW01_D: Sportscheck-Lauf München

Auf geht’s mit dem Halbmarathon als erstem langen Lauf.

26.06.2018: KW01_C: 60 min. SSL

Da Michaela nächste Woche ihren ersten Wettkampf beim Firmenlauf in Dachau hat, wollten wir die Strecke mal „erkunden“. Naja, wir haben uns erstmal sauber im Wald verlaufen. Bei uns beiden hat sich leider die Achillessehne gemeldet und so ganz regeneriert war ich nach dem Halbmarathon noch nicht.

27.06.2018 – KW01_A: 15 min. EL + 6x800m in 4:42 + 15 min. AL

Direkt nach dem erstmaligen Vorrunden-Aus der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Russland ging es raus, um den Frust wegzulaufen. Bis Maisach war es noch ein lockeres Einlaufen und dann begannen die sechs 800 Meter-Intervalle, die ich auch gut unter der geforderten 4:42 min./km schaffte. Auch wenn der Kopf nicht frei war, fühlten sich die Füsse in den Mizuno Wave Rider 20 gut an.

28.06.2018 – KW01_B: 60 min. MDL in 5:45 – 6:15 min./km

Den ganzen Tag schon regnete es. So entschied ich mich, nach langer Zeit mal wieder eine Trainingseinheit auf dem Laufband durchzuführen und nebenbei Fussball zu schauen. So verging die Zeit ganz gut. Draußen macht schon mehr Spass.


Woche 2

01.07.2018 – KW02_C: 60 min. MDL

An einem herrlichen Sonntagmorgen bin ich erstmal mit Michaela zum Emmeringer See gelaufen. Da es ihr nicht so gut ging, sind wir dann wieder zurück und in Gernlinden bin ich dann nochmal ein paar Kilometer recht zügig gelaufen.

02.07.2018 – KW02_A: 15 min EL + 6 x 1 km in 4:42 + 15 min AL

Am Montag nach der Arbeit stand das gefürchtete Intervalltraining an. Einlaufen bis Maisach und dann ging es los mit den 1 km – Intervallen. Von Überacker dann zur Fußmoosalm und wieder über den Sportplatz am Waldsee entlang nach Gernlinden. Die Intervalle konnte ich immer in der geforderten Zeit absolvieren, aber die Gehpausen musste ich immer in Anspruch nehmen.

03.07.2018 – KW02_D: 150 min LDL

Da die Wettervorhersage für Donnerstag Gewitter mit Starkregen vorhersagte, entschied ich mich spontan um, und machte am Dienstag den wöchentlichen LongRun. Nach der Arbeit zurück und dann ging es bei optimalem Wetter raus auf die Strecke. Diese führte mich über den Fliegerhorst zum Pucher Meer, wo ich kurz den Zwischenstand zwischen Schweden – Schweiz auf der PublicViewing-Leinwand erspähen konnte. Dann über den Pucher Berg nach Mammendorf. Der rechte Fuss fühlte sich nicht sehr gut an und so zog ich mir die Schuhe aus und versuchte, die Socke glatt zu streichen. Am Schluss hatte ich eine kleine Blase, obwohl die Mizuno Wave Rider 20 schon über 200km draufhaben. Von Mammendorf ging es am Wasserwerk hoch nach Rammertshofen und dann über Germerswang nach Maisach. Dort dann über den Feldweg zurück nach Gernlinden. Leider bin ich am Anfang zu schnell angegangen und hatte auch Schmerzen im Fuss, so daß ich am Ende immer wieder längere Gehpausen einlegen musste.

05.07.2018: KW02_C: 60 min SSL (dann doch eher MDL)

Da ich gestern nur Fotograf beim Firmenlauf in Dachau war und zahlreiche Stichwunden kassierte, wollte ich am Donnerstag wieder selber die Laufschuhe schnürren. Michaela wurde bei ihrem ersten Wettkampf gleich Beste in ihrer Praxis. Nach der Arbeit hatte es sehr stark nach Regen ausgesehen, so dass ich mir dann die Regenklamotten anzog. Es war auch ziemlich windig, aber bis auf ein paar Tropfen hielt das Wetter. So ging es dann um den Fliegerhorst über FFB nach Maisach.

 

Woche 3

07.07.2018: KW03_B: 60min MDL

Die Trainingswoche 3 beginnt gleich schon am Samstag mit einer „umgedrehten Hausrunde“ – nach Maisach und dann am Fliegerhorst entlang zur Hasenheide und wieder am Fliegerhorst entlang zurück nach Gernlinden. Da es so gut lief, bin ich sogar im Marathon-Renntempo gelaufen.

08.07.2018: KW03_C: 45min SSL

Am Sonntag ging es dann zusammen mit Michaela eine kleine Runde bis zum Gernlindner Waldsee und dann zum Gestüt nach Hause

10.07.2018: KW03_A: Intervallrennen 1-2-1-2-1

Am Dienstag gab es dann ein Intervalltraining mit zuerst 3 mal 1 km und dann 2 mal 2 km und dann nochmal 1 mal 1 km.

12.07.2018: KW03_D: LongRun 180min LDL

Donnerstag ist LongRun-Day und so ging es nach der Arbeit von München-Sendling bis nach Hause. Diesmal mit Zählen von verwahrlosten oBike-Leihrädern, die momentan in München und Umgebung einfach irgendwie herumstehen. Es waren auf der Laufstrecke ganze 11 Stück, die mehr oder weniger beschädigt waren. Bis Lochhausen ging es ganz gut und dann in Gröbenzell am Bahnhof bis zum Olchinger See. Dort eine kleine Pause und danach ging es dann „über“ den Olchinger Golfplatz an der Amper entlang nach Esting und Gernlinden. Ich war so fertig, dass ich quer über den Golfplatz ging (musste ja aufpassen, dass ich nicht abgeschossen werde). Nach 30 km war ich am Ende – im wahrsten Sinne des Wortes

 

Woche 4

15.07.2018: KW04_A:

16.07.2018: KW04_C: Cross-Halbmarathon

17.07.2018: B2Run – Firmenlauf München

18.07.2018: KW04_D: 180 min LDL

20.07.2018: KW04_B: 10min LDL – 50min ZDL – 10min LDL