Am Morgen war der Wellengang auf unserer Seite wieder heftig, so dass Michaela den Vorschlag machte, zu dem Strand zu gehen, an dem sie vor 9 Jahren war. Dort war das Korallenriff sehr schön und man kann auch als Nicht-Gast für 200 Bhat hin.

Nach dem Frühstück haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind auf den Fussmarsch über den Berg zur anderen Inselseite. Der mörderische Anstieg wurde durch den steilen Runterweg belohnt.

An der Hauptstrasse angekommen sind wir gleich Richtung Charm Churri abgebogen. Hinter den Bungalows und Hotels verlief der Weg sehr hügelig zum Jamson Bay.

Es war eine sehr gepflegte Anlage und wir sicherten uns gleich zwei Liegen. Gut, es waren nur noch zwei Gäste außer uns da. Kamera starten und rein ins Vergnügen. Die Bucht an sich war traumhaft, aber das Riff war tod. Alles abgestorben bzw. kaputt gemacht. Michaela meinte, die Russen hätten sich damals ziemlich aufgeführt und auch die Tauchschulen richten erheblichen Schaden an.

Leider fehlte halt das Farbenspiel, das ein schönes, lebendiges Riff ausmacht. Aber es gab schon Fische und noch ein paar Anemonen und Korallen, die etwas Farbfernsehen boten. Irgendwann entdeckte ich, dass der Blauwal von drei Major-Fischen verfolgt werde. Die kamen mir sehr nahe und sind fast bis ans Ufer mitgekommen. Raus haben sie sich dann doch nicht getraut. Aber an Land bin ich auch viel schneller. Michaela meinte, dass die auch zubeißen, weil sie immer von den Leuten gefüttert werden. Das wär in Ägypten undenkbar gewesen.

Als wir draußen ankamen, legten wir unsere Sachen zum Trocknen auf eine Liege. Kurze Zeit später kam ein kleiner Regenschauer und nach einer Pause kam ein heftiger Wolkenbruch. Das Dach war leider sehr löchrig und Michaelas Liege war klatschnass. Als er nachließ sind wir dann in das Restaurant Elvis Bar gegangen. Es war total leer und wir mussten erst mal fragen, ob wir überhaupt etwas bekommen.

Das grüne Thai Curry schmeckte und ich war froh, nur “leicht scharf” genommen zu haben. Danach packten wir unsere Sachen und sind dann wieder zurückgegangen. Am Rand stand eine coole Bar.

Jungle Bar

Endlich konnte ich das thailändische Eichkätzchen (thailändisch: Mai Oach Miau) mal mit der Kamera erwischen. Die laufen permanent auf den Stromleitungen und springen in die Bäume. Hochspannendes Leben haben die.

Mai Oach Miau (Bayrisch: Oachkatzl)

Nach einem kurzen Abstecher in einen Supermarkt, machten wir den M&M-Test. Ja, sie schmolzen nicht in der Hand – auch bei der hohen Luftfeuchtigkeit. Wieder hoch den Berg und oben angekommen sahen wir dunkle Regenwolken.

Ganz langsam runter, da es stellenweise noch nass war und man hier schnell ausrutschen kann und dann – in Einzelteilen zerlegt – ganz schnell unten ankommt. Safety First. Die Wolken wurden immer dunkler. Doch wir schafften es und kamen trocken am Hotel an. Dort wurde wieder Müll verbrannt und es roch übel. Dann durchs Restaurant – Schuhe aus & Schuhe an. Als wir zum Bungalow hochgingen fing es an zu tröpfeln und dann über Stunden heftig zu schütten. Glück gehabt.

Am Abend hatten wir jeweils wieder das selbe Essen wie am ersten Abend – Pad Thai für Michaela und Pad SII Euw für mich.

Pad Sii Euw

Nach dem spannenden Össi-Tatort konnten wir diese Nacht endlich mal besser schlafen. Woran es wohl gelegen hat?