Tag 6

Am Dienstag hatte sich das Wetter wieder beruhigt und so konnten wir am Hotel zum Schnorcheln gehen. Leider trieb es am Morgen einen riesigen Seetau-Teppich in die Bucht.

Zum Frühstück gab es lecker Omelett mit Toast und einen sehr guten Kaffee. Dachte nie, dass ich mit einer Tasse Kaffee am Tag auskomme – wenigstens da klappt das Fasten ja. Danach erstmal die Badeklamotten anziehen, eincremen und runter ans Meer. Wir stachen gemeinsam in See, aber Michaela schwimmt mir immer gleich davon. Liegt wohl an der Aerodynamik.

Erstmal müssen wir durch den kleineren Teppich durchschwimmen. Immer wieder verhakte sich das Zeug an den Flossen und es wurde viel Plastikmüll angeschwemmt. So schwamm ich hinter die kleineren Bojen und entdeckte ein paar Fischschwärme. Sogar einen Baraccuda konnte ich sehen. Es waren aber viele bunte Südseefische, Zebras und Major-Fische zu sehen.

Da die Liegen vom Hotel nicht so toll sind, sind wir dann auch gleich wieder hoch ins Zimmer. Mittags aß ich wieder den Papaya-Salat und Michaela Fried Rice. Zum Ausruhen sind wir hoch auf unsere Terrasse – man hat ja so einen Stress.

Nachmittags ist Michaela dann allein ins Wasser gegangen, da sie meine Schnorchelmaske ausprobieren wollte. Ihre beschlägt immer so, wahrscheinlich weil sie diese mal mit Anti-Beschlag behandelt hatte. Noch etwas in der Sonne liegen, damit wir nicht ganz wie Käsköppe zurückkommen.

Am Nachmittag kurz per Whatsapp mit meiner Mutter telefoniert. Schnee war in Deutschland kurz mal weg, aber ist wieder zurückgekommen. Ansonsten geht’s Ihnen gut, was schön zu hören ist. Wir sind ja die Schneeflüchtlinge.

Leider kommen, weil der Wind nachgelassen hat, auch die Moskitos mehr zum Stechen. Mich haben sie schon ziemlich erwischt und auch Michaela haben sie gestochen. Deshalb darf man nicht zu lange draußen bleiben und muss schleunigst unter das Moskitonetz.

No aircondition – aber zwei Ventilatoren

Auf dem Weg zum Restaurant saß mitten auf dem Weg unser neuer Freund Jöööörg.

Jööööörg

Abends hatte Michaela wieder Pad Thai und ich ein Fleischgericht mit Reis. Langsam können wir das auch nicht mehr sehen. In China 2015 hab ich nur ein einziges Mal Reis gegessen. Auf dem Rückweg wartete Jörg auch schon auf uns.

Noch etwas Internet surfen und Mediathek schauen und dann schlafen, was diesmal bei Michaela nicht ging.

Tag 7

Ich wachte am Mittwoch um halb 5 auf und konnte nicht mehr einschlafen, da auch die Stiche ziemlich juckten. Michaela wachte wegen der schnatternden Eichhörnchen in den Bäumen vor unserem Bungalow auf und versuchte, sie zu verscheuchen. Das interessierte die bloß überhaupt nicht.

Also muss man mit stärkeren Waffen auf sie losgehen. Die Canon EOS77d mit 100-300mm Objektiv auspacken und raus. Damit konnte ich sie gut einfangen, aber nur auf dem Bild. Vom Klappern des Spiegels beim Auslösen wurden sie auch noch angestachelt. Aber einschlafen konnten wir Beide nicht mehr.

Michaela ist dann alleine in der früh zum Schnorcheln gegangen, da sie sich bessere Sicht versprach. Leider Fehlanzeige und als sie wieder zurückkam, entdeckte sie, dass ein Gecko wohl in den Schrank krabbelte und dort seine Notdurft direkt auf ihrem Top erledigt hatte. Drum lässt man sein Zeug ja weitestgehend im Koffer grins.

Nach dem Frühstück gingen wir nacheinander ins Meer, da wir ja nur noch eine Schnorchelmaske hatten. Anfangs war das Licht auch sehr gut und ganz viele Fische nagten an den Felsen. Der Teppich war heute komplett verschwunden – er trieb gestern Abend wieder ins offene Meer hinaus. Heute hab ich auch zwei große blaue Fische gesehen. Ich kann mir die Namen ja nicht merken, deshalb nenne ich sie einfach Fische.

Beim Mittagessen sahen wir am Strand eine gestrandete Taucherin, die rücklings mit der schweren Tauchflasche da lag. Sie kam von selbst gar nicht mehr hoch und so wartete sie auf Hilfe. Ein Versuch, wieder ins Wasser zu kommen scheiterte in der Sandbank – sie wurde wieder rausgeschwemmt. Wann kommt endlich Greenpeace und zieht sie wieder raus. Es kam dann doch ein anderer Taucherkollege und setzte sie wieder im Meer aus.

Zu Mittag gab es Yellow Noodles, die ich komplett mit Stäbchen essen konnte. So viele Leute waren noch nie beim Essen in den vergangenen Tagen. Und auch am Strand war sehr viel los. Michaela gönnte sich auch ein Eis namens Mag-Num.

Mit vollem Magen dann wieder den beschwerlichen Anstieg zum Bungalow und relaxen und in der Sonne brutzeln. Im Hintergrund immer das Geräusch vom Rasentrimmer, mit dem sie das Gras schnitten.

Am Abend bin ich dann noch Mal ins Wasser, um mal die andere Seite der Bucht zu erkunden. Leider war das Licht schon sehr schlecht, aber dort gefielen mir die Korallen besser. Viel mehr Farbanteile, aber so richtig viele Fische konnte ich nicht erkennen.

Wieder zurück gleich unter die Dusche und später dann zum Abendessen, etwas Mediathek und dann Gute Nacht.

Tag 8

Heute gibt es keinen Artikel, sondern nur ein paar Bilder vom Hotel und der Bucht.