Marathon No. 4: 12. Einsteinmarathon Ulm 25.09.2016

Anmeldung

Nach der doch irgendwie enttäuschend gelaufenen Wingsforlife-Teilnahme am 7. Mai 2016 hatte ich entschlossen, mich doch wieder mehr auf Marathon zu fokussieren. Diese Art von Lauf ist interessant, aber von Anfang an schnell zu laufen war nicht so mein Ding. Dabei so knapp vor der Halbmarathonmarke vom Catcher Car eingeholt zu werden, hat mich schon frustriert. Deshalb meldete ich mich noch am selben Abend für den Einstein-Marathon an. Thorsten hat immer davon geschwärmt.

Trainingsplan

Somit war der erste Herbstmarathon gebucht und ich wollte mal nach einem anderen Trainingsplan (Andreas Butz < 3:50 in 12 Wochen) trainieren. Der Münchner Sportschecklauf war kurz vor Trainingsbeginn und ich konnte dort – trotz 2 Wochen Ägypten-Urlaub – meine Halbmarathon-Bestzeit bei bestem Läuferwetter auf 1:43 steigern. Der B2Run Mitte Juli fiel in die Vorbereitungszeit und ich konnte erstmals alle drei Chefs übertrumpfen. Der Friedberger Halbmarathon fand nur 2 Wochen vor dem Marathon statt.
Der Sommer war sehr schön zum Laufen. Leider hatte ich große Probleme mit den langen Läufen. Über 30km kam ich in der Vorbereitung kein einziges Mal und musste auch des öfteren walken.
Außerdem hat die Achillessehne wieder zu schmerzen begonnen und somit musste ich 2 Wochen Zwangspause einlegen.

Anreise

Eigentlich wollte ich am Marathontag in der früh zur Laufmesse fahren, die Startunterlagen holen, laufen und danach wieder zurückfahren. Auf Groupon hatte ich dann doch einen Hotelgutschein für 2 zu einem angemessenen Preis gefunden – ohne vorher den Hotelstandort zu prüfen. Am Samstag Vormittag arbeitete ich noch bei meinem Sponsor in der Metzgerei und versuchte, so wenig wie möglich Schritte zu machen. Ich hab dort erst eine Woche vorher gesagt, dass ich wieder einen Marathon laufe – eigentlich ja zwei, aber die Wahrheit muss man manchmal scheibchenweise präsentieren.
Nach der Arbeit gings heim und wir fuhren dann auf der A8 nach Ulm. Dort sind wir dann zuerst zur Marathonmesse an der Donauhalle, um die Startunterlagen abzuholen.

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Beim Shopping hörte ich dann „Der Herr Glas ist auch da“. Es waren Thorsten mit Familie. Er nahm dieses Jahr nicht in Ulm teil, weil sie beim Tough Mudder in Wassertrüdingen starteten. Vor lauter Quatschen hab ich mir nur ein T-Shirt gekauft.
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Dann sind wir noch in die Stadt und zum Ulmer Münster gefahren und haben beim Italiener eine riesige Portion Spaghetti Bolognese gegessen.

Hotel

Am Abend ging es zum Hotel, welches umgeben war von Bordellen und Laufhäusern (nicht zum Trainieren).

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Hab ich mal wieder einen Volltreffer bei der Hotelauswahl getroffen. Aber das Zimmer an sich war toll und total modern eingerichtet. Das Frühstück muss auch gut gewesen sein, sagte Micha.

Startnummer

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Kurz vor dem Lauf

Relativ früh musste ich schon los zum Start. Erst mit dem Bus und dann in die völlig überfüllte Straßenbahn. Dann Umziehen und noch etwas Essen & Trinken. In der Eingangshalle war es wenigstens warm. Kurz vor dem Start hab ich noch den Starterbeutel am LKW abgegeben und bin dann in den Startblock. Die Sonne schien, aber es war doch ziemlich frisch. Dann ging es auch schon los mit der ersten Startgruppe. Das Feld setzt sich in Bewegung und dann waren wir am Ziel – dem Start.

Der Lauf

Die ersten Kilometer bin ich vom Tempo her gut angegangen. Durch die zu enge Strasse war es ein echtes Gedränge und man musste richtig aufpassen, nicht zu stolpern. An der Donau wurde es ziemlich neblig und die Sonne kam noch nicht durch. Als wir die Donau überquerten schrie einer „Heimat“ und es gab lautes Gelächter.

emu16mm037600_0924 Nach ca. 10km in Richtung Neu-Ulm traf ich Micha sowie die Friedberger, die extra angereist waren. Kristy bot mir einen Schluck Augustiner an (mehr war auch nicht mehr drin), was zu neidischen Rufen der Mitläufer führte. Dann wieder über die Donau in Richtung Ulm und da sah man schon den Münster. Und wieder raus zur Donau und dann trennten sich die Halbmarathonis von uns. Die HM-Zeit war genial und die Uhr sagte voraus, dass ich nur 3:49 brauchen werde – wenn alles gut „läuft“. Es waren nur noch vereinzelt Läufer zu sehen. Nun liefen wir an der Donau entlang, aber es gab keine Möglichkeit mal eben in die Büsche zu gehen. Weiter liefen wir zum Wieblinger Kloster, was eine sehr schöne Anlage ist und dort mussten wir noch ein paar Schlangenlinien absolvieren. An der Iller ging es dann zurück.
Auch bei km 30 war die Zeit und Stimmung noch super. Nun über kleinere Wege zurück Richtung Ulm und auch wieder in die Innenstadt. Man denkt, man ist am Ziel und dann geht es wieder raus an die Donau. Auf einem durch Hütchen abgesperrten Radweg kamen uns Läufer entgegen.
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Nach jeder kleineren Kurve glaubt man an der Wendestelle anzukommen und doch geht es nur geradeaus. Die Oberschenkel machen auch schon zu und ich hatte Angst vor Krämpfen. Endlich am Wendehammer angekommen war die Lust am Laufen weg. Jetzt die gleiche Strecke zurück zu müssen ist sch… Aus Sorge um meine Oberschenkel bin ich zunächst kleinere, dann größere Abschnitte gegangen. Die München-Zeit hab ich abgeschrieben. Wenn möglich sollte ich unter der Wien-Zeit ankommen.

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Endlich in der Stadt angekommen und die letzten Meter zum Ziel am Ulmer Münster – leicht bergauf auf Kopfsteinpflaster. Fix und fertig – und alles tut weh.

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Nach dem Lauf

Danach gab es das ersehnte Bier. So eine Brühe und ich hab es dann weggeschüttet. Aber der Hefezopf war lecker. Nun erst noch zum LKW mit den Klamotten und dann wieder zu den Duschen.
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Hab mich ganz gut mit dem 4-Std-Pacemaker unterhalten. Er meinte auch, dass es aufgrund der Temperaturen ganz schön heftig war. Nachdem ich wieder frisch war, traf ich die Anderen beim Chinesen am Münstervorplatz. Nach einer Cola für den Kreislauf lies ich die Medaille gravieren und holte die Urkunde ab.

Sightseeing

Da fast Alle (ausser mir) am nächsten Tag wieder in die Arbeit mussten, gingen wir erst zu Steffis‘ Auto und fuhren dann – auf Umwegen – zu meinem Auto. Danach sind wir weiter mit zwei Autos nach Blaubeuren zum Blautopf.

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Die Anderen kannten den noch nicht. An diesem herrlichen sonnigen Herbsttag war es nicht einfach, einen Parkplatz zu finden. Wir hatten den bestmöglichen Tag für den Blautopf gefunden. Tolles blaugrünes Wasser und die goldgefärbten Blätter an den Bäumen.

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Zum Abschluss hab ich Micha, Kristy, Steffi und ihre Mama noch zum Essen eingeladen. Schweinebraten mit Spätzle und bayerisches Bier.

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Am Abend sind wir dann wieder in die Heimat gefahren. Danke nochmal, dass Ihr mich angefeuert (und mit Bier versorgt) habt.

Medaille

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Strecke

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Urkunde

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Finishershirt

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