Bis 5 Uhr konnte ich gut schlafen, dann meinte unser Nachbar, ein Bayer, er muss jetzt auf der Terrasse mit einer Sächsin laut telefonieren und eine Stunde über Gott und die Welt labern. Um 6 Uhr war dann wohl sein Akku leer und pünktlich um 6:02 Uhr donnerte das erst Flugzeug über uns herein. Michaela hatte auch schlecht geschlafen. Erstmal grob fertigmachen und dann im Restaurant ein Continental Breakfast geniessen.

Danach haben wir gemütlich den Rest gepackt und um kurz nach halb Acht ging es dann zur Rezeption und wir liessen uns ein Taxi rufen, das uns zum Flughafen bringt. Nochmal durch die Stadt beim morgendlichen Berufsverkehr. Die fahren wie die Wilden hier und auch die Strassen sind in einem schlechten Zustand. Um 8 Uhr waren wir dann am Airport und konnten gleich die Koffer aufgeben. Danach noch etwas Touristen-Raten (“Des san Russen”).

Der Abflugbereich von Bangkok Airways war im anderen Terminal und so mussten wir dorthin gehen. Ganz schöner Weg mit netten Geschäften. Erinnerte mich etwas an Ingolstadt Village. Das Herren-WC hatte sogar ein eigenes Aquarium.

Danach noch etwas warten und um 10 Uhr begann das Boarding. Mit den Wägen sind wir dann zum Flugzeug gebracht worden und dann in die A319 eingestiegen. Fast pünktlich um 10:30 Uhr hoben wir ab. Es war etwas unruhig, da wir von Thai umzingelt waren.

Um kurz vor 12 Uhr landeten wir dann in Chiang Mai (nicht: Shanghai). Die Koffer hatten wir auch recht schnell und dann sind wir raus und wurden sogar vom Hotelshuttle erwartet. Cool im Kleinbus zu zweit. Der Weg zum Hotel war nicht so weit, aber wenn’s das schon gibt, sollte man es auch annehmen. Und mir den Rollis hätte es wohl ewig gedauert.

Das Hotel Pingviman ist der Hammer. Nach dem netten Empfang in sehr gutem Englisch wurde uns das Zimmer gezeigt und erklärt. Ein Riesenzimmer mit Jacuzzi und Dusche. Alles sehr geräumig. Draussen eine sehr schöne Teichanlage mit Koi-Fischen und einem hauseigenen Pool und Fitnesscenter mit Sauna (wer auch immer hier so was braucht).

Zunächst die Koffer so weit wie möglich ausräumen und schon mal die Laufklamotten heraussortieren. Gleich das Laufband einweihen und 5 km gemütlich laufen. Endlich nach 10 Tagen wieder laufen. Ich war der einzige (Idiot) im Fitnesscenter mit Blick auf den leeren Pool. Aber es tat so gut.

Ab unter die Dusche und einen kleinen Happen verdrücken – eine Kokossuppe mit Hähnchen und ziemlich großen Ingwerstücken. Nach dem fünften Stück hab ich den Ingwer aussortiert. Das ist dann doch zu gesund.

Danach sind wir zum einzigen silbernen Tempel in Thailand. Die anderen Tempel sind ja immer golden, aber da in Chiang Mai das Silberhandwerk in Thailand zuhause ist, ist der halt silbern. Ein schöner Kontrast. Hier mussten wir je 100 Bhat Eintritt bezahlen, bekamen aber Wasserflaschen dazu.

Anschließend zum Saturday Night Market. Hauptsache Frauenklamotten, Kunsthandwerk und Fressereien. Anfangs ging es noch aber dann wurden es so viele Leute, dass man durch die vollgestopften Straßen überhaupt nicht mehr durchkam. Ständiges anrempeln und dann brachen wir ab.

Da auf den fast nicht vorhandenen Fußgängerwegen kein Durchkommen war, entschied ich, auf der Straße zu laufen. Wenn die Autos, Tucktucks und Roller schon keine Rücksicht nehmen, brauchen wir auch keine Regeln befolgen.

Völlig erschöpft kamen wir im Hotel an. Einfach platt. Und Morgen ist der noch beliebtere Night Market: Gute Nacht (gilt v.a. für die Kröten vor unserem Zimmer).