Marathon No. 18: Einstein-Marathon Ulm

Zitat

„Es hat Euch Keiner dazu gezwungen. Ihr habt Euch selber freiwillig angemeldet.“

Zuschauerin am Straßenrand

Anmeldung

Nach dem sehr erfolgreichen Friedberger Halbmarathon am 12.09. hab ich mich gleich am nächsten Tag für den Einsteinmarathon in Ulm am 3.10.2021 entschieden. Der Trainingsplan war ja für diesen Termin ausgelegt. „Eigentlich“ wollte ich den Marathon dort nicht mehr laufen, da ich die Strecke 2016 am Ende ziemlich langweilig fand und es dieses Jahr (aus Hygienegründen) keine Medaille gibt. Auch die Strecke wurde erheblich geändert.

Von der Anmeldung bis zum Start bleibt ja noch etwas Zeit

Leider gibt es im zweiten Corona-Jahr noch nicht so viele Marathons, die nicht virtuell ausgetragen werden. Berlin hat sich wahrscheinlich meinen Start nicht leisten können (oder ich war bei der Verlosung nicht erfolgreich). Jedoch hat man in Friedberg wieder gemerkt, wie Einen die „Mitläufer“ und Zuschauer pushen können. Nach fünf virtuellen Marathons endlich wieder einen richtigen Marathon laufen. Ulm ist auch nicht zu weit entfernt von daheim entfernt. Ursprünglich wollten wir in der früh hinfahren, die Unterlagen abholen, die 42 km laufen und danach wieder heimfahren.

Trainingsplan

Nächster Versuch mit dem 3:39-Stunden-Trainingsplan von Andreas Butz. Klar, werde ich die Zeit nicht erreichen, aber es ist halt der geringste Aufwand, da ich den Plan schon für die Uhr konfiguriert hab. Am Sonntag, den 04.07.2021 begann ich den 12-wöchigen Trainingsplan (mit einer Woche Pause dazwischen). Darin enthalten war auch ein virtueller Trainingsmarathon, den ich wieder am Lech absolvierte. Ich machte am 08.08.2021 am Monschau-Marathon mit und hatte dabei meine bislang langsamste Marathon-Zeit erreicht. Nach einer Woche Pause ging es dann in die Vorbereitung für den Friedberger Halbmarathon und – als es dann endlich klar war – für den Einstein-Marathon am 03.10.2021.

Anreise

Da mir das geplante Tagesprogramm dann doch zu stressig war, hab ich Michaela überredet, dass wir ein Hotel in Ulm nehmen, um so am Samstag schon anzureisen. Mit dem Hotel 2016 – da war doch was? Es war direkt im Rotlichtbezirk von Ulm. Ich entschied mich für ein anderes Hotel – direkt am Bahnhof von Ulm. Keine wesentlich bessere Lokation. Jedoch mit Parkplatz in der Tiefgarage und relativ günstig gelegen. Für Michaela gab es noch ein Frühstück obendrauf.

Da ich am Samstag vormittag noch in der Metzgerei arbeiten musste und man die Nacht vor dem Marathon meist nicht so gut schläft, war die Nacht vom Freitag auf den Samstag entscheidend. Ich schlief relativ gut und fuhr bei schönem Sonnenaufgang zum Arbeiten in die Metzgerei. Als wir fertig waren, bin ich um 13 Uhr wieder nach Gernlinden gefahren und hab die vorbereiteten Sachen ins Auto gepackt. Zusammen mit Michaelas Gepäck und Fotoausrüstung war der Kofferraum proppevoll. Um kurz nach 14 Uhr sind wir losgefahren und kamen ganz gut an der Donauhalle in Ulm an.

Erstmal mussten wir uns ein 3G-Bändchen besorgen. Die Schlange war sehr lang, aber es ging überraschend zügig. Dann konnten wir in die Messehalle.

Ich holte meine Startnummer ab und wir gingen kurz über die sehr überschauliche Messe und zurück zum Parkplatz. Dort gab es noch die zwei mitgebrachten Semmeln – die heißen hier in Baden-Württemberg „Weckle“.

Leicht zu merkende Startnummer

Hotel

Mit „Google Maps“-Unterstützung ging es zum Hotel. Erst ganz gut aber durch die vielen Baustellen am Bahnhof Ulm floß der Verkehr sehr zäh. Leider hab ich die Einfahrt zum Hotel verpasst und musste – weil alles Einbahnstraße war – eine Extrarunde von ca. 5 km fahren. Da wir noch Getränke kaufen wollten, parkten wir auf dem Supermarktparkplatz und gingen zum Hotel.

Dort bekam ich gleich die Parkkarte und so sind wir die letzten Meter zum Hotel gefahren. Tiefgarage mit meinem Kombi-Schiff ist kein Spass. Vor allem hatte ich Angst, dass wir da am Sonntag nach dem Marathon nicht unbeschadet wieder herauskommen würden. Kofferraum entleeren und ab damit zur Rezeption. Das Zimmer war im 5. Stock, was mich verleitete, die 5 im Aufzug zu drücken – wir kamen im 6. Stock an. Wer lesen kann ist klar im Vorteil – verstehen muss man die Beschilderung nicht.

Das Zimmer war OK und sauber. Es war sogar ein mittelgroßer Fernseher drin. Auch das Bad war in Ordnung. Wir riefen noch Michaelas‘ Bruder an, der heute Geburtstag hat.

Sightseeing / Marathon-Messe

Danach sind wir in die Stadt gegangen, um unser Abendessen zu genießen. Die Gegend direkt am Bahnhof ist jetzt nicht so einladend, aber die Innenstadt von Ulm ist sehr schön. Das Ziel des Marathon ist dieses Jahr nicht direkt am Ulmer Münster, dem größten Kirchturm der Welt.

Relativitätstheorie von Einstein: Größe ist relativ – dafür lauf ich schneller

Da wir kein passendes Lokal fanden, sind wir wieder zu der gleichen Pizzaria gegangen, in der wir 2016 schon die Pastaparty genossen haben. Sehr lecker und dank der tiefen Teller auch sehr viel 🙂

Lecker Spaghetti Bolognese mit Extra-Parmesan

Auf dem Rückweg sind wir durch das Fischerviertel mit seinen Fachwerkbauten am Metzgerturm zur Donau und wieder zurück zum Hotel gelaufen.

Während Michaela den Bergdoktor schauen konnte, richtete ich meine Laufsachen für Sonntag her. Alles dabei, nix Daheim vergessen.

Nach dem Duschen noch neben dem Fernseher die Strecke genau einprägen und um kurz nach 22 Uhr schliefen wir mit Ohropax ein. Bis 5 Uhr konnte ich relativ gut schlafen, aber ab da ging nix mehr. Um 6:15 bin musste ich doch aufstehen. Meine Garmin Body-Batterie war nur bei 70 aufgeladen. Das wird hart heute. Gleich noch einen Corona-Schnelltest machen – wenigstens negativ.

Ich frühstückte das mitgebrachte Porridge und zog mich erstmal an. Da der Wetterbericht sehr sonniges, warmes Wetter vorhersagte, zog ich das Kompressionsunterhemd doch wieder aus und zog nur das Laufshirt an. So sieht man halt auf den Fotos das ein oder andere Fettröllchen 😉

Um 7:15 Uhr verabschiedete ich mich von Michaela und ging zum Aufzug. Dort traf ich schon auf einen Läufer und im Aufzug war noch ein weiterer Starter. Ich ging zunächst zum Auto, um mein Gepäck dort einzuladen.

Abmarsch zum Start

Danach ging ich zur Straßenbahnhaltestelle „Ehinger Tor“, wo ich gleich in die Straßenbahn einsteigen konnte und den Läufer aus dem Hotel wieder traf.

Vor dem Lauf

Nach ca. 15 Minuten waren wir an der Donauhalle angekommen. Es waren schon viele Läufer da. Endlich wieder Marathon-Flair. Ich ging erst auf die Toilette und dann in die Halle und traf den Läufer wieder. Wir unterhielten uns recht gut – er ist seit 7 Jahren keinen Marathon mehr gelaufen und wollte es nun als Vorbereitung für den Hamburg-Triathlon 2022 nochmal probieren.

Kurz vor Abgabeschluss zogen wir in der Messehalle noch unsere Laufsachen an und stellten den Kleidersack ab. Draußen vor der Halle war es doch recht frisch. Wir quatschten nochmal und verabschiedeten uns. Er wollte mit dem 3:30er-PaceMaker laufen, ich wollte mich an den 3:45er hängen. Ich ging nochmal auf die Toilette und langsam in meinen Startblock.

Der Lauf

Leider konnte ich den PaceMaker für die 3:45 Stunden nicht finden. Ich blieb an meiner Stelle und programmierte die Uhr auf 3:43 – das wäre Persönliche Bestleistung. Der Start erfolgte in mehreren Startgruppen. Die dritte Startgruppe begann 4 Minuten nach den ersten Startern. Beim Überqueren der Zeitmessmatte drückte ich die Uhr und lief los.

Da die ca. 700 Marathon-Läufer zusammen mit den 50 Marathon-Staffeln und 2400 Halbmarathon-Läufern starteten, war das Gedränge am Anfang schon sehr groß. Meinen Walkman startete ich und lief bei „An der blauen Donau“ los – wie beim Wien-Marathon. Als ich meine Geschwindigkeit prüfen wollte, sah ich auf der Uhr, dass ich zweimal hätte drücken müssen. So startete ich die Uhr erst nach knapp 400 Metern und ärgerte mich tierisch über mich selbst.

Vom 3:45er-PaceMaker war auch nix zu sehen, den 3:30er konnte ich sehen. Der war auch mit einem „bevegt“-Trikot (eine Gemeinschaft vegetarischer/veganer Läufer – „Was es alles gibt?“). Da kann ich mich ja schlecht mit meinem Trikot von der Metzgerei anschließen: „Ich lass mir doch nicht von einem Vegetarier das Tempo vorgeben.“

Die ersten Kilometer ging es auf der Straße parallel zur Donau nach Thalfingen wo wir auch die Donau überquerten und wieder bayerischen Boden erreichten. Auf dem Weg nach Burlafingen kamen uns einige Läufer entgegen und nach der Kehre sah ich auch den 3:45er-PaceMaker. Wenn ich mich jetzt zurückfallen lasse, um mit ihm mitzulaufen, bleib ich über 3:45, da ich ja vor ihm gestartet bin. Er wird mich früher oder später eh einholen, da ich wieder zu schnell angegangen bin.

Weiter ging es bis zur ersten Verpflegungsstation am Pfuhler Badesee. Überraschung: Es gibt 0,5l PET-Wasserfaschen – sehr praktisch. Dann weiter zum Ort Pfuhl, wo viele Zuschauer an der Strecke standen und uns anfeuerten. Dort ging es Richtung Donau und am Golfplatz vorbei liefen wir wieder direkt an der Donau bis Offenhausen am Stadtrand von Neu-Ulm. Nach km 12 gab es das zweite Gel – ich wollte diesmal alle 6 km ein Gel nehmen, um später dem „Mann mit dem Hammer“ auszuweichen. Mit einer Durchschnittspace von 5:02 min/km auf den ersten 15 km war ich jedoch viel schneller als die geplante 5:22 min/km angegangen – was sich rächen könnte.

Auf dem Radweg entlang der Donau bis zur „kleinen Donau“, wo es am Brückenhaus direkt Richtung Ulmer Münster über die Donau ging. Ich sah Michaela schon, die mich gleich schon mal fotografierte.

In Ulm gab es nur eine kleine Schleife bis zu der wunderschönen Fassade eines italienischen Restaurant und wieder zurück zur Herdbrücke auf die Neu-Ulmer Seite, wo wir auf dem Petrusplatz eine Schleife liefen. Von der Petruskirche führte die Strecke zum Donau-Center und am Ufer entlang bis zur Adenauerbrücke, dem südlichsten Punkte der Strecke.

Auf der anderen Seite sah man schon die wirklich schnellen Läufer

Wieder über die Donau und am Donauschwabenufer entlang zur Herdbrücke, auf der ich Michaela stehen sah. Sie konnte von dem Platz aus uns Läufer öfter fotografieren, was für sie wirklich ein großer Vorteil gegenüber den anderen Strecken ist.

Unter der Brücke ging es an der Adlerbastei vorbei an dem neuen Denkmal von Ulm, dem Berblinger Turm, der 2020 anlässlich des 250. Geburtstages des „Schneiders von Ulm“ eingeweiht wurde. Seine interessante Geschichte könnt Ihr hier nachlesen.

Entlang der historischen Stadtmauer zum Bootshaus und Congress Centrum war bei km 19 die Trennung von Halbmarathon- und Marathon-Läufern. Die harten Jungs und Mädels liefen direkt an der Donau weiter. Meine Halbmarathon-Zeit lag bei 1:47 plus ca. 2 Minuten für den „Spätstart“. Also noch gut im Plan.

Vorbei am Donaustadion und der Donauhalle führte die Strecke bis zu einem Kraftwerk, wo wir wieder nach Bayern übersetzten. Dort ging es auf nicht geteertem Terrain bis zur Donaubrücke. Der Gegenwind wurde durch die Bäume abgefangen. An einem Baum konnte ich mir sogar eine kleine Pause leisten – warum wohl?

Für die Läufer mit echten Carbon-Schuhen war der Feldweg sicher nicht optimal. Selbst mit den hohen Saucony Endorphin Speed 2 musste ich ziemlich aufpassen – ein Umknicken könnte schmerzhaft enden. Kurz vor der Donaubrücke hatte ich den zweiten Abschnitt – die schnellen 10 km – punktgenau mit 5:12 min/km-Schnitt erreicht. Das letzte Drittel gemütlich auslaufen: noch 17,3 km in 5:17 min/km 🙂

An der Verpflegung gleich nochmal ein Flasche Wasser mitgenommen und kurz weiter auf der Straße. Diesmal ging es um den Pfuhler See. Dort hab ich mir eine Energiekugel genommen – die heftig zwischen den Zähnen klebte. Auf dem Weg um den Pfuhler See war ich beschäftigt, das klebrige Zeug aus den Zähnen zu bekommen. Zurück auf der Straße ging es wieder auf Asphalt nach Pfuhl und über den Striebelhof zur Golfanlage. Der Rest der Strecke ist identisch mit der ersten Runde.

Dort konnte ich mich einige Zeit an einen „Laufroboter“ (auf der Rückseite seines Trikot stand das zumindest) hängen. Die Beine taten schon etwas weh, aber ich wollte noch nicht aufgeben. Noch war ich sogar unter 5:17 min/km. Auf dem Radweg neben der Donau muss man auch wegen von Wurzeln hochgedrückten Teerdecken höllisch aufpassen, dass man nicht stolpert. Aber es war wenigstens schattig, da die Sonne mittlerweile ziemlich durch die Wolken kam.

An der Gänstorbrücke war km 35 erreicht und über die Kleine Donau ging es wieder nach Ulm. Michaela winkte mir herüber und nach dem kurzen Abstecher in Ulm liefen wir wieder über die Herdbrücke nach Bayern.

Nochmal über den Petrusplatz und bei der Verpflegung gab es leider nur kohlensäurehaltiges Energiegetränk. Ich hatte dadurch kurz mal Probleme mit dem Magen. Zähne zusammenbeißen und nochmal Richtung Adenauerbrücke.

Wirklich toll bei dem Lauf war, dass die – im Vergleich zu den großen Marathons wenigen – Zuschauer mächtig anfeuerten und auch die Helfer permanent klatschten. Sonst stehen diese oft gelangweilt am Streckenrand und starren in ihr Handy. Hier leben die Leute den Marathon – wahrscheinlich auch, weil nach 1,5 Jahren Corona endlich wieder etwas los ist (und das Wetter traumhaft ist).

Über den Steg an der Adenauerbrücke an der Donau entlang noch beim „Saumarkt“ eine Flasche Wasser schnappen und das letzte Gel. Die Strategie ging auf – der „Mann mit dem Hammer“ hat sich bisher noch nicht blicken lassen. Unter der Herdbrücke zur Adlerbastei zum Berblinger Turm. Kurz kam mir die Idee in den Kopf, dass es cool wäre, die Marathonis in der zweiten Runde den Turm hoch und wieder runter laufen zu lassen – nach ungefähr 40 km sicher der Brüller.

Nach dem Bootshaus und Congress Centrum ging es schließlich auch für uns Richtung Donaustadion. Dort feuerten uns Zuschauer und Finisher gewaltig an. Ich gab nochmal alles und schon waren wir am Stadion. Über eine 100m-Tartanbahn ging es zum Stadiontor.

Zielgerade im Donaustadion des SSV Ulm

Eine halbe Stadionrunde noch auf Tartan bis zum Ziel – mit den Schuhen ein Traum. Vor mir lief eine – wahrscheinlich Staffelläuferin – ins Ziel und ich kam kurz darauf an. Ich sah Michaela schon von der Zielgerade aus und sie winkte mir von der Tribüne herunter.

Vollkommen fertig und überglücklich, endlich mal wieder einen Marathon „durchgelaufen“ und am Schluss noch Kraft gehabt zu haben. Die gestoppte Zeit war genial, auch wenn sie – wegen dem Fehlstart – nicht stimmte: 3:39:16. Zuzüglich der ca. 2 Minuten bin ich immer noch unter der bisherigen persönlichen Bestleistung von Berlin 2019 geblieben. Marathon Nummer 18 erfolgreich gefinished – endlich volljährig.

Nach dem Rennen

Im Ziel gleich mal ein Bier vom „Gold Ochsen“ trinken. Ich traf dort auch den Läufer aus dem Hotel wieder. Er ist mit 3:27 sogar noch unter der Zielzeit geblieben. Ich wusste noch nicht, was meine endgültige Zeit ist – so 3:42 sagte ich total happy. Wir unterhielten uns noch etwas und ich trank noch ein Bier. Dann ging ich zu Michaela hoch auf die Tribüne – meine Beineeeeee.

Auf dem Weg zum Würstlstand drehte Michaela noch am Glücksrad von Beurer und gewann prompt einen Vibrations-Massageball – genau das Richtige 🙂 Wir genossen noch eine Bratwurstsemmel und machten uns auf den Weg zum Shuttlebus, mit dem wir beide zur Donauhalle gefahren wurden.

Dort konnte ich meinen Starterbeutel abholen und mich umziehen. Dabei noch ein nettes Gespräch mit einem anderen Marathoni. Ich ging gleich wieder zu Michaela, die draußen wartete und wir konnten mit dem Shuttle-Bus wieder zurück zum Donaustadion. Leider ging die Straßenbahn – wegen irgendeinem komischen Lauf-Event – heute erst ab 14:30 Uhr wieder.

Wir gingen deshalb zurück an der Donau zum Berlinger Turm und sahen noch ein paar Läufer auf ihren letzten Metern. Ein kurzer Abstecher in der Eisdiele war auch noch drin und wir kamen am Hotel an. Glücklicherweise war ein MItarbeiter an der eigentlich geschlossenen Rezeption und ließ uns hinein. So konnten wir noch kurz auf die dringend benötigte Toilette und dann in die Tiefgarage.

Glücklicherweise war das Parkhaus weitgehend leer und ich konnte sehr gut herausfahren. Auch die Auffahrt hat unerwartet gut (und schadenfrei) geklappt. Ich hab auch keinen Krampf bekommen und fuhr so erstmal aus der Stadt auf die Autobahn. Da ich mich gut fühlte, bin ich gleich weiter bis nach Hause gefahren. Um Punkt 16 Uhr waren wir daheim.

Feierabend – wohl verdient 🙂 Daheim hab ich dann die Ergebnisseite aufgerufen und da war es offiziell: 3:40:46 – neue Persönliche Bestzeit. Damit hätte ich nicht gerechnet, nach den eher zähen virtuellen Marathons.

Am Abend gab es zur Belohnung noch mein letztes Auszeit-Bier von Braumeisterin Dorothea.

Der Tag danach

Am Montag ging es wieder ins HomeOffice. Problem ist nur, dass die Kaffeemaschine unten in der Küche ist und die Beine extrem verkatert sind: Treppen sind böse 🙁 Mein Fahrwerk fühlt sich überhaupt nicht gut an und ich hab mehrmals während der Arbeit die Oberschenkel mit der Massagepistole auflockern müssen. Hoffentlich wird das in den nächsten Tagen wieder besser.

Die Füße an sich schauen sehr gut aus. Prophylaktisch hatte ich ja Blasenpflaster an den Fersen angebracht und dank der erstmals richtig angewendeten Marathonschnürung hatte ich nicht das Gefühl, im Schuh zu rutschen und bin Blasenfrei durchgekommen. An Laufen ist momentan gar nicht zu denken – muss ich auch nicht, weil JETZT beginnt die Off-Season (sagen wir Profis halt so).

Medaille

Strecke

Gelaufene Strecke (mit verspätetem Start)
Streckenplan (www.einsteinmarathon.de)

Streckenvideo

Die Strecke könnt Ihr hier nachlaufen.

Urkunde

Platz 139 von 399 männlichen Finishern – Top!!!

Finisher-Shirt

Leider bekam ich ein paar Tage vor dem Marathon eine Email, dass mein bestelltes langärmliges Finisher-Shirt derzeit nicht lieferbar ist. Es soll mir in 4 Wochen nachgeliefert werden. Hoffentlich passt es dann (noch).

Quelle: www.einsteinmarathon.de

Ergebnis