Same procedure as every year – schon wieder ist ein Jahr vorüber. Man merkt es immer, wenn Mitte Herbst die Böllerverbotsdiskussion startet (die dann Anfang Januar wieder im Sande verläuft). Alle Jahre wieder.
Lauftechnisch war es für mich ein sehr durchwachsenes Jahr. Das Ziel war ja – auch wenn es utopisch war – die fehlenden vier Marathons für die virtuelle Majors-Medaille zu bekommen. Der erste Versuch Anfang März am 02.03. mit dem virtuellen Tokio-Marathon ging leider schief. Es war ein sehr stürmischer, kalter (-4 Grad) Sonntag. Anfangs ging es noch sehr gut bis Mammendorf. Der Weg zurück über 10 km nach Gernlinden mit ständigem, starken Gegenwind zehrte mich jedoch stark aus. Kurz nach Halbmarathon-Distanz in der Garage kurz frische Oberbekleidung anziehen. Danach wollte ich wieder über den Fliegerhorst die zweite Halbmarathonrunde nach Maisach und Überacker machen, aber kurz nach dem Wechsel (bei dem ich meine Handschuhe vergessen hab), ging gar nix mehr. Schweren Herzens brach ich den Marathon nach 25 km entkräftet ab und ging unzufrieden nach Hause. Kopf hoch – Krönchen richten.

Wieder rein in den Trainingsplan für den Düsseldorf-Marathon Ende April. An diesem Tag findet auch der London-Marathon statt. Das Wetter war optimal an dem Sonntag und es lief anfangs sehr gut. Jedoch hab ich meine Eigenverpflegung bei km 26 nicht bekommen und bin danach ziemlich eingegangen. Marathon Nummer 24 war geschafft und wenigstens 3 von 6 Marathons erfolgreich absolviert. Leider hab ich vergessen, meine Zielzeit von 3:47:04 einzutragen.
Kurz nach dem Marathon war der WingsForLife-WorldRun, bei dem ich knapp den Halbmarathon in der vorgegebenen Zeit geschafft habe – und virtuell knapp weiter als z.B. Kai Pflaume gekommen bin. Danach war lauftechnisch die Luft raus. Auch wegen der Situation in der Metzgerei hab ich mich entschieden, keinen Marathon mehr zu laufen und das Ziel der Majors-Medaille einzustampfen. Nach dem Portugal-Urlaub hieß es, langsam wieder reinzukommen. Ich setzte mir das Ziel, einen Trainingsplan für den Halbmarathon in Friedberg anzugehen, um wieder etwas Struktur in das Training zu bekommen – bei geringerem Umfang. Gleich am Anfang stand unser Firmenlauf beim Blutenburg-Lauf an. Zum ersten Mal war ich über 10km schnellster von meiner Firma – aber wir waren auch nur drei Starter.
Danach lief es ganz gut bei der Vorbereitung für den Friedberger Halbmarathon. Leider war das Wetter dort extrem regnerisch. Jedoch war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Das letzte Quartal durch lief es wieder ganz gut. So war ich kurz vor Weihnachten gut vorbereitet für den Silvesterlauf in Gersthofen, den ich endlich mal mit zwei Studienkollegen laufen wollte. Leider ist das Jahr dann doppelt positiv geendet – sowohl Influenza als auch Covid-19 kurz vor Weihnachten. Am 28.12. war ich Beides wieder los, auch wenn ich fast keine Symptome hatte. Aber ein Wettkampf am Silvester war nicht möglich. Dafür hab ich mich nochmal für Ende April beim Amper-Marathon angemeldet. Das wär dann der Silber-Marathon – Marathon No. 25.
Fototechnisch war eher Flaute dieses Jahr. Irgendeine Einstellung an der Kamera ist falsch und so werden die Bilder sehr unscharf dargestellt. Egal was ich mache, die Fotos werden nicht scharf. Dafür haben wir zwei schöne Urlaube im Juni in Portugal (bei bis zu 42 Grad) und im Oktober auf Mallorca (bei viel Regen) verbracht.
Leider haben wir uns an Pfingsten dazu entschieden, die Familien-Metzgerei, die vor über 126 Jahren in Steindorf gegründet wurde, endgültig zu schließen. Es ging einfach nicht mehr, da meine Mama und mein Bruder leider gesundheitlich stark angeschlagen sind. Ursprünglich sollte es noch bis Ende November („bloss kein Weihnachtsgeschäft mehr“) gehen, aber in Übereinstimmung mit den Verkäuferinnen war am 09.08.2025 bereits Schluss. Ein sehr trauriges Ereignis für uns Alle. Schön waren die aufmunternden Worte und die gezeigte Dankbarkeit von vielen Kunden. Gut, es gibt auch Kunden, die im Nachbarort wohnen und 4 Monate später Anfang Dezember anrufen, um ihren Rinderbraten für Weihnachten zu bestellen. Für mich war es auch eine große Umstellung. So konnte ich auch mal am Mittwoch oder Freitag laufen. Aber lieber hätte ich dort noch lange weitergearbeitet – v.a. wegen der Mädels.
Politisch hat uns 2025 ja auch viele tolle Erlebnisse gebracht, u.a.
– die Wiederkehr von Donald Trump (der selbst die steilsten Rolltreppen bezwingt)
– die 2. Wahl von Bundeskanzler Friedrich Merz, die schlecht für das Stadtbild war
– den 28-Punkte-Friedensplan gegen die Ukraine (mit der Handschrift von Putin)
– die Unterstützung der (R)AFD u.a. durch einen amerikanischen Elektroautobauer und einen steuerflüchtenden Milchreis-Hersteller
– die Vernichtung von ca. 200 Tonnen Fleisch und Wurst durch Maggus Söder
– völlig neue Diskussionen über Rente, Bürgergeld, Tempolimit, Social Media und Böllerverbot
– das Aus vom Verbrenner-Aus (seit August fahr ich elektrisch)
Was soll 2026 bringen?
Wir werden es sehen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Aber aus Zeitgründen werde ich kein tägliches (Lauf)-Tagebuch mehr führen. Es ist selbst mir zu langweilig geworden. Jedoch werde ich vermehrt Krafttraining in die Vorbereitung auf den nächsten Marathon einbauen, um Verletzungen zu vermeiden und hoffentlich mal das ein oder andere Kilo zu verlieren.
Ich danke Euch für die Treue und wünsche Euch ein gesundes, glückliches, friedliches Neues Jahr 2026.
