Jahresrückblick 2018

Das war 2018 sportlich …

Nun ist das Jahr 2018 (fast) schon wieder rum und es ist an der Zeit, etwas zurückzuschauen. Nach je drei Marathons in 2016 und 2017 waren es nur zwei Marathons, drei Halbmarathons, der WingsForLife-Worldrun und der Start in die Münchner Winterlaufserie als sportliche Wettkämpfe. Dazwischen ein paar 🙂 Trainingskilometer und so kam ich dann auf 2.700 Kilometer.

Dank der Blackroll-Einheiten und dem Athletiktraining bin ich auch weitgehend verletzungsfrei und gesund geblieben. Dafür bin ich unendlich dankbar und hoffe, dass das auch im nächsten Jahr wieder so sein wird. Aber Gesundheit ist kein Selbstläufer, sondern man muss auch etwas dafür machen.

Wettkampftechnisch los ging es am 15.04.2018 mit meinem ersten Start beim Halbmarathon in der Fürstenfeldbrucker Rothschwaige. Zum ersten Mal unter den Top Ten und dann auch noch Platz 5. Gut, es waren nur 26 Halbmarathonis unterwegs, aber ich war stolz wie Bolle. Und das Ganze noch mit neuer Persönlicher Bestzeit von 1:37:59.

Der WingsForLife-WorldRun am 06.05.2018 in München führte über eine leicht modifizierte Strecke und ich konnte mit meinen Arbeitskollegen Stefan und Martin C. sowie einem Ex-Arbeitskollegen gemeinsam starten. Stefan und ich kamen bei extrem warmem Wetter doch noch knapp über die Halbmarathon-Markierung bevor uns das CatcherCar einholte. Martin C. kam sogar auf 28 km.

Am 26.05.2018 war dann der erste Saisonhöhepunkt beim 46. Rennsteig-Marathon in Thüringen. Bei bestem Läuferwetter starteten meine Arbeitskollegin Sarah und ich gemeinsam auf dieser landschaftlich wunderschönen Strecke. Die spontane Entscheidung, auf fast neuen Trail-Laufschuhen den Rennsteig zu bewältigen, war goldrichtig. Aufgrund der vielen Höhenmeter merkte ich jedoch meine Grenzen, aber mit der Zielzeit von 4:11:13 war ich hochzufrieden: Marathon Nummer 9 ist geschafft. Völlig zu Recht wurde der Rennsteig-Marathon die letzten Jahre immer zum schönsten Marathon Deutschlands‘ gewählt und so hab ich mich gleich für 2019 angemeldet. Vielleicht komme ich näher an die 4-Stunden-Grenze heran.

Danach war erstmal Erholung angesagt beim Urlaub mit Michaela in dem traumhaften Marsa Alam mit viel schnorcheln. Naja, damit das leckere Essen dort nicht noch mehr auf die Hüften schlägt, musste ich in den beiden Wochen doch mehr als 100 Kilometer laufen – meistens früh am Morgen bei 30 Grad.

Zurück vom Urlaub startete die Trainingsplan-Vorbereitung für den Berlin-Marathon direkt am 24.06.2018 mit dem Sportscheck-Halbmarathon in München. Stefan und ich liefen wieder gemeinsam und kamen bei optimalem Wetter bei 1:42:10 ins Ziel. Somit waren wir gut gerüstet für die nächste große Aufgabe in zehn Wochen in Berlin.

Der B2run im Juli fiel leider sprichwörtlich ins Wasser. Aufgrund Starkregen und Gewitter durften wir nicht starten. Doch so richtig traurig war ich deswegen nicht, da kurze Sprintstrecken eher nix für Ausdauerläufer wie mich sind.

Der Sommer 2018 war zwar wettertechnisch für Viele super, aber für Läufer war die Hitze nicht immer optimal. Vor allem die langen Läufe in der knallenden Sonne waren sehr schweißtreibend. Da der Berlin-Marathon dieses Jahr früher stattfand, musste ich eine Woche davor auf den Friedberger Halbmarathon verzichten. Es wäre die 8. Teilnahme in Folge gewesen.

Stattdessen konnte ich meinen Laufbuddy Martin C. überzeugen, gemeinsam in Kissing beim Halbmarathon zu starten. Der 18.08.2018 war ein sehr heißer Sonntag und es war für Alle extrem schwierig, die drei Runden zu absolvieren. Aber es gab dort auch einzigartige Erlebnisse, wie ein Streckenabschnitt entlang des FKK-Badestrandes. Das hat man auch nicht überall, dass einem die Nackerten applaudieren.

Beim 45. Berlin Marathon am 16.09.2018 stand dann – drei Jahre nach meinem dortigen Marathondebüt – mein 10. Marathon an. Die damalige Zeit von 4:00:49 sollte machbar sein, aber Stefan und ich wollten die 3:45 Stunden-Grenze knacken, nachdem das 2017 in München leider nicht geklappt hatte. Auch Michaelas‘ Papa Wilfried war wieder am Start. Bei bestem Wetter und über 42.000 Teilnehmern nahmen wir die Strecke in Angriff und konnten ohne Probleme diese gigantische Strecke bewältigen. Bis zum Gendarmenmarkt liefen Stefan und ich gemeinsam, dann wurde das Rennen freigegeben und ich kam nach 3:43:27 ins Ziel, knapp vor Stefan. Beide hatten die 3:45 deutlich unterboten und waren überglücklich.

Da die „Winterpause“ diesmal mit 2 Wochen kürzer als die letzten Jahre
ausfiel, hatte ich stark überlegt, noch spontan einen Marathon einzubauen. Zwei Marathons im Jahr ist dann gefühlt etwas wenig, aber die Vernunft siegte. Stattdessen entschieden Martin C., Stefan und ich, bei der Münchner Winterlaufserie teilzunehmen. Los ging es am 08.12.2018 über 10 km beim Nikolauslauf mit einer tollen Zeit von 45:42 und dem Rang 308 in der Gesamtwertung. Am Dreikönigstag geht es dann weiter mit 15 km, also 3 Runden im Olympiapark.

Danke

Mein besonderer Dank gilt Michaela und meiner Familie, die meine Laufsucht ertragen müssen. Außerdem möchte ich bei Michaelas‘ Papa Wilfried sowie meinen Arbeitskollegen Stefan, Martin C. und Sarah bedanken, mit denen ich gemeinsam zahlreiche Wettkämpfe bestreiten durfte.

Ausblick/Ziele für 2019

Oberstes Ziel ist wie immer, dass ich gesund und glücklich laufen kann und auch meine Lieben gesund bleiben. Da zwei Marathons doch etwas wenig waren, möchte ich nächstes Jahr wieder drei Marathons angreifen: Rennsteig-Marathon im Mai, Köln-Marathon im Oktober und dann noch Anfang Dezember in Valencia (Spanien). Vielleicht kann ich auch einen Startplatz für den London-Marathon 2020 ergattern, um bei der World Major Marathon-Series die zweite Etappe laufen zu können.

2019 möchte ich noch mehr Zeit in das Athletiktraining / Blackroll investieren. Da Zeit leider begrenzt ist, werde ich meinen Facebook-Account löschen. Lieber verzichte ich auf das Lesen von irgendwelchen rechts-verkackten Hasskommentaren oder Katzenvideos und schreibe weiter hier auf meiner eigenen Seite. Ich hoffe, Ihr bleibt mir auf www.bikerun-engerl.de treu.

Ich wünsche Euch …

… ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2019, das uns Allen eine friedlichere und zufriedenere Zukunft bringt. Wir Menschen müssen wieder lernen, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten (außer vielleicht im Wettkampf – doch da zählt mehr denn je: Dabeisein ist Alles!!!)

Ganz liebe Grüße
Euer Martin

08.12.2018: Nikolauslauf München

Um die wettkampflose Zeit zu überbrücken, nehme ich erstmals an der diesjährigen Winterlaufserie in München Teil. Meine Kollegen Martin C. und Stefan wollten auch mitmachen. So ist unser Team wieder gemeinsam am Start, nachdem wir dieses Jahr beim Firmenlauf am Olympiagelände „im Regen stehengelassen wurden“ (weil das Rennen wegen starkem Gewitter aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste). Auch für den Samstag waren die Prognosen ziemlich schlecht: von Starkregen bis Sturm mit 70km/h-Böen war alles dabei.

Heute zweimal zu absolvieren

Am Sonntag erstmal das gewohnte Warmup in der Metzgerei mit 9000 Schritten und Leberkäsdoping und RoteBeete-Saft. Um kurz vor Zwölf hab ich dann früher Feierabend machen können. Das Wetter in Steindorf war relativ schön (vom Wind abgesehen), aber langsam zogen sich dunkle Wolken auf. Zuhause dann erstmal umziehen, die Schuhe gegen die Regentropfen imprägnieren und noch einen Lebkuchen als Aperitif. Kurz nach 13 Uhr ging es mit dem Auto zum Olympiastadion. Da in der Allianz Arena der „Zweitliga“-Klassiker FCB gegen FCN stattfand, war auf den Straßen ziemlich viel los. Wir wollten uns um 14 Uhr treffen, aber dann floss der Verkehr wieder und ich war pünktlich.

Leider führt die Strecke nicht durchs Marathontor

Am Parkplatz nochmal kurz den Regenradar gechecked, der nur ganz leichten Regen vorhersagte. Somit war die Wahl gefallen für die „Saucony Kinvara 9“ statt der Regenbereifung „Mizuno Wave Rider 20 GTX“. Tasche packen und los am Großen Marathontor vorbei zur VIP-Halle. Ich war nicht allein – laaaaaange Schlangen bei der Startnummernausgabe. Was war meine Startnummer nochmal? Martin hat sie mir doch gestern geschickt – ähh 394. Also nochmal die Schlange wechseln. Es gab sogar eine schöne Winterlaufserie-Mütze als Geschenk. 

Damit der Kopf warm bleibt.

Da meine beiden Laufbuddys von der U-Bahn kamen, zog ich mir meine Laufklamotten an und brachte die Startnummer auf dem Laufshirt an. Noch kurz alles zusammenpacken und da sah ich die Beiden dann am Ende der Schlange. Leider ist die Startnummernausgabe an der engsten Stelle der Halle und so ist es ein quirliges Durcheinander. Meinen Geldbeutel und das Handy hab ich dann bei den Wertsachen abgegeben. Eine Frau sagte, sie will nur ihren Auto Schlüssel abgeben – daraufhin ich: „Den lass ich in der Tasche – ist ja ein Diesel“.

Dreamteam: Stefan D. – Martin C. – Martin G. (von links)

Nun hatten die Beiden auch ihre Startunterlagen und wir bereiteten uns schon mal auf das Rennen vor. Martin C. ist für Stefan und mich eh zu schnell und da einigten wir uns auf 47 Minuten als Zielzeit. Da das Wetter schon sehr böig war, hatte ich keine Ahnung, ob das klappen könnte. Meine Bestleistung auf 10km lag bei 45:31 beim Silvesterlauf 2017. Nochmal kurz auf die Pippibox und dann kurz vor 15 Uhr sind wir dann ins Freie – es war stürmisch aber trocken. In der Menschenmenge konnte man sich auch gut vor dem Wind verstecken. Als Vorprogramm waren noch Goaßlschnalzer auf dem Vorplatz – „Shades of Grey“ auf Boarisch. 

Gleich geht es los und wir wünschten uns noch gegenseitig einen guten Lauf. Martin war sofort weg und Stefan und ich konnten trotz der großen Läuferschar immer Blickkontakt halten. Erstmal die Parkharfe hoch und dann ging es wieder in den Olympiapark, zum Coubertainplatz über den Mittleren Ring am neuen Olympiaattentat-Denkmal vorbei leicht abschüssig zur BMW-Welt. Bis hier war gefühlt eher Rückenwind, aber dann ging es aufwärts mit Gegenwind zum Sea Life und dann am Olympiasee entlang zum Start-Zielbereich.

Am Olympiasee war Stefan schon etwas weiter entfernt und als er wieder aufschloss, sagte er mir, ich soll alleine weiterlaufen. Eigentlich wollte ich das nicht, aber nachdem die Lücke dann doch wieder größer würde, bin ich weitergelaufen. Der Streckensprecher (Bruder von meinem Chef) sagte etwas von unter 25 Minuten bei der Wechselstelle.

Ab in die zweite Runde (Foto: Larasch)

Zu Beginn der 2. Runde konnte ich vor allem beim Anstieg einige Läufer überholen und sah dann beim Coubertainplatz einen Läufer, an den ich mich anheften konnte. Windschatten laufen kann ich eh nicht, aber Jemand vor sich zu haben ist immer gut. Am Olympiasee konnte ich ihn aber überholen und wollte die letzten 2 km nochmal Alles geben. 

Auf der Zielgeraden hab ich mir dann noch ein Kopf-an-Kopf-Duell mit einem jungen Läufer geliefert. Aber ich hab dann doch zurückgesteckt und bin in handgestoppten 45:46 Minuten nach 9,99 km ins Ziel gelaufen. Total zufrieden mit der Zeit, dem Wetter und der Welt. 

Fertig und Glücklich (Foto: Larasch)
Um 11 Sekunden in PB verpasst – trotzdem GEIL

Martin C. hab ich im Zielbereich nicht erblickt, aber Stefan kam auch kurz nach mir ins Ziel. Wir beglückwünschten uns noch zu der tollen Leistung und gingen nach einem kurzen Spaziergang in die VIP-Empfangshalle, wo Martin schon auf uns wartete. Er kam – wie erwartet – als Erster von uns Dreien ins Ziel. Nach dem Umziehen gab es noch Glühwein, alkoholfreies Bier und Weihnachtsgebäck, um die verbrauchten Kalorien gleich wieder zu kompensieren 😉

Der Start in die Winterlaufserie war für uns Drei sehr erfolgreich. Mal schauen ob wir die Form über die Weihnachtsfeiertage halten können, denn die zweite Etappe findet am Dreikönigstag statt.

Als Belohnung gab es am Abend einen leckeren Adventskranz. Meinem Bauch hab ich gesagt, dass es ein ganzer Marathon war, den wir heute gelaufen sind. Man(n) muss auch mal die Kalorienbilanz täuschen 😉

Euch wünsch ich einen schönen zweiten Advent.

12 – 2018: Jahresendspurt

Im Dezember startet die Münchner Winterlaufserie mit einem 10km-Rennen am 8.12. Im Olympiapark. Ausnahmsweise ging es am Samstag, 1.12. los mit einem Sprintrennen mit tierischer Unterstützung. Michaela hatte ihren neuen Pflegehund Moya mitgebracht und auf dem Rückweg vom Emmeringer See zog sie mich – auf eine Spitzenpace von 2:50 min/km. Also über 20 km/h. Aber nur kurz. 

DatumStreckekmAvgVideo
01.12.2018Emmeringer See6,015:58Video
02.12.2018Maisach – Überacker – Fußmoosalm14,015:22Video
03.12.2018Laufband10,016:28
05.12.2018Laufband10,016:25
06.12.2018Laufband10,016:18
08.12.2018Winterlaufserie – 1. Lauf9,994:35Video
09.12.2018Laufband15,016:23
11.12.2018Laufband10,016:25
12.12.2018Laufband15,036:24
15.12.2018Emmeringer See6,155:57
16.12.2018Laufband10,016:17
18.12.2018Gernlinden – FFB – Maisach11,755:21Video
19.12.2018Steindorf – Hörbach – Eresried16,015:35Video
20.12.2018Eresried – Hofhegnenberg – Hausen – Steindorf8,255:16Video
23.12.2018Maisach – Überacker – Fussmoos15,015:15Video
25.12.2018Emmering – Gernlinden – Fussmoos15,015:40Video
26.12.2018FFB – Maisach – Gernlinden11,785:15Video
27.12.2018Maisach – Fussmoos11,505:32Video
30.12.2018FFB – Maisach – Überacker21,115:19Video