29.08.2018: Longest Run for Berlin

Bevor es nun in die angenehme Phase der Vorbereitung zum 45. Berlin Marathon geht, stand Heute nochmal der längste und härteste LongRun an – 200 min in MDL (5:45 – 6:15 min/km). Da ich ja diese Woche Urlaub habe und es am Mittwoch sehr heiß und schwül werden sollte, wollte ich gleich am Morgen starten. 

Gestern kam auch per Email der Startpass für den Berlin-Marathon und langsam wird es ernst. Nur noch 17 Tage sind es jetzt.

Startnummer 19323

Um kurz nach 7 Uhr morgens noch kurz von Michaela verabschiedet und erstmal gemütlich zum Start am TZ-Kasten gegangen – noch ein paar Schlagzeilen aufschnappen. Ich hatte mich für die Saucony Ride 9 entschieden, da diese auf längere Distanzen sehr angenehm sind. Danach werden sie in den wohlverdienten Vorruhestand kommen – nur noch für kleinere Läufe werde ich sie verwenden.

Bei aufgehendem Sonnenschein startete ich über die Fußgängerbrücke in Richtung Fursty. Langsames Einrollen bis zum Flughafen-Eingangstor.

Morning glory

Es war zwar schon noch etwas frisch, aber mir war klar, dass ich am Ende schwer zum Schwitzen kommen werde. Weiter ging es entlang des Sperrzauns nach Fürstenfeldbruck und dort dann durch das Industriegebiet Hasenheide in Richtung Pucher Meer. Irgendwann werfe ich die ganzen McDonalds-, CoffeeToGo- & Zigarettenschachteln, die auf/neben dem Radweg liegen wieder zurück auf die Straße – da wo sie herkamen. Haben die Leute keine Mülltonne oder sind sie einfach nur zu faul?

Am Pucher Meer waren dann genau 6 km hinter mir und ich nutzte dies für einen kleinen Photostop. Es war sogar ein Schwimmer im Wasser – brrrrrrr.

Am Pucher Meer

Weiter ging es nach Puch zum Denkmal und dann auf der Straße Richtung Buchenau. An der Moschee und dem Neubau der Stadtwerke vorbei führte der Weg dann zum Sportplatz am Gymnasium. Die ersten 10 Kilometer hatte ich geschafft mit 57 Minuten.

Nun begab ich mich wieder auf der Strecke des Fürstenfeldbrucker Halbmarathon und wollte eine Runde in der Rothschwaige laufen. Die Bäume beginnen mittlerweile schon, sich in herbstliche Farben einzufärben. An der ehemaligen Mülldeponie einen kurzen Fotostopp.

Betreten verboten

Und weiter ging es zum Schöngeisinger S-Bahnhof. Dort dann parallel zur Bahnlinie wieder in Richtung Buchenau.

Blick zurück
Blick nach vorn
Selbst-Blick (grimmig)

Dann wieder in den Rothschwaig-Wald eintauchen und zurück zu der großen Waldlichtung. Dort angekommen bin ich dann nicht wieder zurück sondern Richtung Puch gelaufen. Vorbei an den beiden riesigen Kiesgruben ging dann über die Staatsstraße nach Puch. Die zweiten 10 Kilometer konnte ich sogar mit einem 54er-Schnitt laufen. Etwas Speed herausnehmen, was in Puch aber sehr leicht fällt. Dort geht es bergauf und bergab. Stellenweise bin ich sogar gegangen. Den Halbmarathon schaffte ich auch wieder in unter 2 Stunden. 

Nach Überquerung der Bundesstrasse B2 ging es auf dem Feldweg nach Malching. Nach einer kurzen Senke fällt der Weg glücklicherweise kontinuierlich ab. Da ich kein Wasser mitschleppen wollte, war ich ganz auf die Salztabletten und Gel-Chips angewiesen. Der Himmel hatte sich auch wieder etwas zugezogen, so dass es nicht zu heiß war. Durch Malching dann am Pferdehof vorbei und unter der S-Bahnlinie durch führte der Weg nach Germerswang. 

Bei Germerswang

Nach Germerswang geht es auf dem schönen Radlweg leider ständig bergauf, aber ich konnte Heute durchlaufen. Glücklicherweise ging es nach der Kreuzung hinunter nach Maisach. Ich lag noch gut im Plan, aber musste noch ein paar Kilometer herausschinden. So lief ich nach der Realschule durch den Ort und auf dem Feldweg zum Waldsee in Gernlinden. Auch hier war eine Frau im Wasser – brrrrrrr. Aber ansonsten waren noch keine Leute am Ufer.

Vorbei am Tennisplatz ging es Richtung Gernlinden-Ost und dann noch an der Pferdekoppel vorbei zurück nach Gernlinden. Auch ein paar Gehpausen musste ich mittlerweile einlegen, da es doch schon sehr warm geworden ist. Ich war platschnass von dem Schweiß aber freute mich schon auf das Erdinger, welches ich in der Küche platziert hatte. Damit ich ja nicht abnehmen muss, hatte ich mir während dem Lauf überlegt, endlich mal wieder „Arme Ritter“ (heute „Arme Läufer“) zu Mittag zu machen.

Arme Ritter für armen Läufer

Endlich 35 Kilometer erreicht und den Rest bin ich dann von der Feuerwehr nachhause gegangen. Ich hatte keine Lust mehr zu laufen. So kam ich wenigstens vom Puls wieder etwas runter. Zuhause dann das Erdinger geschnappt und genossen. Ab in die Wanne zum wohlverdienten Muskelaktiv-Bad.

Schöne Strecke

Am Freitag habe ich noch eine schnellere Einheit über 90 Minuten und dann gehts ins Tapering mit reduzierten Laufumfängen. Hoffentlich bleibe ich und meine Mitläufer alle gesund und können dann am 16.09. um 9:15 Uhr in Bestform den Berlin-Marathon rocken.

Die Strecke

18.08.2018: Kiss & Run – 15. Kissinger Halbmarathon

Als letzter Formtest vor dem Berlin Marathon stand Heute der Kissinger Halbmarathon an. Da er sonst immer zu kurz vor dem Friedberger Halbmarathon stattfindet, hab ich diesen Lauf als Ersatzrennen ausgewählt. Die Strecke ist nicht amtlich vermessen und auf meiner Uhr fehlten am Ende rund 500 Meter. Aber was soll’s, Hauptsache ein Wettkampf. Leider konnten meine beiden Kollegen Sarah und Stefan, mit denen ich in Berlin starte, wegen Urlaubsreisen nicht dabei sein. Dafür war ich umso erfreuter, dass Martin Claußner extra aus München angekommen war.

Am Samstag nach einem Shopping-Marathon (Metzgerei hat ja Urlaub und so hab ich Zeit) die Sachen zusammenpacken. Bei der Schuhwahl war ich etwas unentschieden zwischen den Asics DynaFlyte und den Saucony Kinvara 9. Da es schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr geregnet hat, schieden die Goretex-Schuhe aus. Und da es vom Plan her Halb/Halb über Asphalt und Feldweg ging, blieben die Trailschuhe auch im Schrank.

Am Sonntag schellte dann um 6 Uhr der Wecker. Gemütlich aufstehen und frühstücken. Danach dann die Beine mit Chillsan einmassiert. Das wird wieder lustig, wenn die Sonne draufknallt. Nochmal alles zusammensortieren und um kurz nach 8 Uhr sind Michaela und ich dann los nach Kissing. Martin Claußner wollte auch um 9 Uhr da sein, er musste sich aber noch nachmelden. Als wir angekommen sind, haben sich auch schon unsere Friedberger Freunde per Whatsapp gemeldet, die uns schon suchten. Kurze Begrüßung und ich holte meine Startunterlagen ab. Als ich zurückkam und die Startnummer hochzieht, fielen Kristy die Augen fast raus. Er ist Bayern-Fan und konnte mit meiner Startnummer überhaupt nix anfangen: Nummer 60.

Startnummer löst bei Bayern-Fans komische Gefühle aus.

Auf dem Weg zurück zum Auto trafen wir dann Martin, der schon fertig war. Ich musste mich noch endgültig anziehen und dann nochmal kurz auf die Toilette. Michaela überholte mich dort sogar, weil das Gedränge an der Männertoilette größer war als bei den Damen. Draussen trafen wir uns alle wieder und plötzlich sah ich ein bekanntes Gesicht. Monika H., die ich schon öfter beim Friedberger Halbmarathon getroffen habe und die ich ab und zu in der Metzgerei treffe.

Wir schaffen das – trotz der Hitze

Michaela schoss noch ein paar Fotos von den beiden Martins‘ an der Startlinie. Langsam nähert sich der Zeiger der Startzeit von 10 Uhr.

Das doppelte Martin’chen – ein Martin am Start und ein Martin im Ziel.

Bevor wir in die Startaufstellung gingen gab es noch einen Abschiedskuss von Michaela in Kissing – wir sind ja auch in Kissing :-). Martin wollte ggf die 1:30 knacken und ich hatte mit 1:45 auch ein ambitioniertes Ziel – angesichts der recht heißen Temperaturen.

Noch konnte ich Lachen

The final Countdown: 4, 3, 2, 1 LOS – F** everyone and run. Ich verabschiedete mich gleich von Martin, weil sein Tempo konnte (und wollte) ich nicht mitgehen.

Kleines, aber schnelles Starterfeld

Gleich am Start am Fitpoint in Kissing ging es erstmal über die Bahnbrücke hoch und dann scharf links auf die Straße parallel zur Bahnlinie.

Die 60 kommt ins Rollen (bin gar kein 60er-Fan)

Das Feld mit ca. 150 Teilnehmern war da schon etwas auseinander gezogen und so ging es die ca. zwei kilometerlange Gerade in der prallen Sonne. Ein paar Alleebäume spendeten etwas Schatten. Ich konnte sogar ein paar Plätze gewinnen, wollte aber nicht zu schnell angehen. Doch der Jagdinstinkt ist halt nicht so leicht in Zaum zu halten. Am Ende der Gerade ging es hoch zur Brücke und ich konnte auf einen Schlag gleich vier Läufer überholen, weil ich in der Kurve innen neben der Strasse lief.

Zunächst führte der Weg auf dem Radweg Richtung Weitmannsee – endlich etwas Schatten. Dann bogen wir auf einen Feldweg ab, der am Anfang frisch mit Rollsplit aufgefüllt war, der schwer zu Laufen war. Am Restaurant am Weitmannsee ging es dann entlang des Ufers zur ersten Wasserstation. Weiter auf einem schmalen Weg durch dichtes Gehölz zum Radlweg am Lech.

Leicht spührte man einen Gegenwind und ich konnte mich an die Fersen eines Läufers von der TG Mering heften. Nach ca. 2 km bogen wir dann zum Auensee ab und da waren auf einmal … alle nackt. Ich kenne ja den Kissinger Auensee und hab schon gehört, dass es da einen FKK-Bereich gibt. Aber das der Halbmarathon da direkt vorbeiläuft und unter einem Sonnenschirm ein tätowierter Frauenpo hervorblickt war schon echt witzig. Und es kam noch schlimmer (und älter). Nicht mein Ding, so hab ich dann doch eher in die andere Richtung geschaut. Als wir durch waren sah man gleich schon die Zugbrücke.

Michaela stand auch schon mit der Kamera da und ich lief das erste Mal in den Startbereich.

Über eine Brücke musst Du sechsmal gehen

Ich rief zu unseren Freunden rüber, dass ich wohl jetzt schon Halluzinationen habe, weil alle nackert sind und erntete großes Gelächter.

Auf gehts in Runde 2

Zum Start in die zweite Runde nutzte ich die Verpflegungsstation und der Fotograph der Augsburger Allgemeine erwischte mich typisch beim Futtern.

Eat & run (Foto: Augsburger Allgemeine)

Michaela machte viel bessere Fotos, auch wenn meine Herzchen-Bilder eher herzzerreißend waren. Irgendwie kann ich das nicht.

Missglückter Versuch, ein Herz zu formen.

Auf der langen Geraden konnte ich den Läufer aus Mering überholen und schon sah ich das nächste Opfer, den ich dann unter Applaus von 4 Zuschauern, die am Bahngleis warteten, überrumpeln konnte. Wieder hoch zur Bahnbrücke und Richtung Weitmannsee. Kurze Trinkpause – bei dem Wetter ist immer ein Becher für den Rachen und der Andere für den Kopf. Ich hatte schon den nächsten Läufer eingeholt und blieb bis zum Lechradweg hinter ihm. Ich nutzte den Pacemaker, um die Salztabletten aufzumachen und auch ein Energiegel herunterzubekommen. Kurz vor dem Auensee war ich gestärkt und konnte ihn überholen. Vorbei an den Nackedeis, die uns applaudierten ging es dann wieder hoch zur Brücke. Vor dem Start/Ziel konnte ich sogar noch den vierten Läufer in dieser Runde überholen.

Am Ende (von Runde 2)

Wieder hoch über die Bahnbrücke, langsam tun die Beine richtig weh und ich musste versuchen, nicht einzubrechen. Aber der Puls war noch in Ordnung. Vor mir sah ich auf der Geraden noch 3 Läufer. Es war schon etwas einsam. Ich lief auf der linken Straßenseite, um wenigstens ein paar Schattenstellen abzubekommen.

Das Bild stammt aus dem Anfang von Runde 2

Vor mir war ein komplett in schwarz gekleideter Läufer (bestimmt eine sehr dankbare Farbe bei dem Wetter) und langsam wurde der Abstand auch etwas geringer. An der Brücke zum Weitmannsee stand gottseidank die Feuerwehr und ich schrieb rüber „Wasser marsch“. Und schon war ich platschnass – sehr angenehm. Kurz vor dem Restaurant am Weitmannsee ließ mich der Läufer überholen und ich gönnte mir eine kleine Gehpause bei der Wasserstation. Leider ist mir beim Kopfkühlen sehr viel Wasser in die Augen geflossen, so dass ich am Anfang des Trampelpfades fast nix gesehen habe.

Aber auch ich werde verfolgt und als ich mich umsah, war ein orangenes Trikot ca. 30 Meter hinter mir. Kurzer Zwischenspurt, um den Abstand zu vergrößern, was mir auch gelang. Vor dem Auensee war der Vorsprung wieder komfortabel, aber ich wollte diesen Platz unbedingt verteidigen. Durch den Tunnelblick waren mir mittlerweile die Nackerten auch total egal. Zu Standing Ovations waren die vom Alter her ohne Viagra-Doping wohl eh nicht mehr in der Lage. Kurz nochmal umschauen und den Berg hochkriechen und da war er, der Läufer im orangenen Trikot, der mir sagte, dass direkt hinter ihm auch noch einer ist.

So mag ich es – Kämpfen bis zum Schluss

Dümmstenfalls hätte ich sogar noch um zwei Plätze nach hinten rutschen können, da das Feld ziemlich eng beieinander lag. Aber ich sagte ihm, dass ich nicht aufgebe. Die Brücke runter – kurz noch Fotoshooting bei Michaela – und auf zum Endspurt. Er war wieder knapp hinter mir und so lief ich auch mit 2 Sekunden Vorsprung vor ihm ins Ziel ein.

Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 23 – Aufgebn werd‘ am Schluss

Gut, er hätte es sicherlich geschafft und mich überholen können, aber das ist halt das Schöne beim Laufen, dass man diejenigen, die einen kilometerweit ziehen nicht auf dem letzten Meter überholt.

Nach dem Zieldurchlauf in hervorragenden 1:38:50 sah ich einen Feuerwehrmann, der mir bekannt vorkam. Es war „der kleine Richard“, der die Strecke absperrte. Er war früher als Metzger bei meinem Bruder beschäftigt. War auch schön, mal wieder kurz miteinander zu quatschen.

So damn lucky

Erschöpft und glücklich gings zur Verpflegungsstation und Michaela und Martin standen schon da. Martin war knapp 5 Minuten schneller als ich und schon am erholen, während ich erst noch etwas trinken musste. Gleich noch eine Halbe Riegele (alkoholfrei – zählt wie Wasser) und etwas quatschen. Ich war sehr zufrieden, auch wenn ich nicht gleich die Platzierung erfahren hab. Aber so um den 30. Platz könnte es geworden sein, da die Mitläufer echt top unterwegs waren.

Danach sind wir zum Auto und da Martin leider nicht zum Burger-Essen ins Los Perros mitkam, verabschiedeten wir uns. Ich ging dann gleich zum Duschen im Fitnesscenter und danach traf ich noch Monika und ihren Mann. Sie war auch fix und fertig wegen der Hitze. Respekt vor der Leistung, bei dem Wetter und nach langer Wettkampfpause.

Michaela war schon am Auto und ich verstaute noch die Sachen und trank einen großen Schluck. Die Beine fühlten sich recht gut an und auch mit Krämpfen während/nach dem Lauf hatte ich diesmal keine Probleme. Blasen hab ich auch keine gelaufen. Dann sind wir zum wohlverdienten Burger-Essen gefahren, wo Steffi, Kristy und Anja schon auf uns warteten. Oh, war das lecker 🙂 Ein Pepper-Burger nach einem Halbmarathon ist dann doch nicht so bekömmlich.

Burger-Time

Da wir ja eh in der Gegend waren, fuhren wir noch kurz in Steindorf vorbei und so konnten meine Eltern dann mit meinem Bruder per Whatsapp videotelefonieren. Wahnsinn, wie gut die Qualität heutzutage ist – trotz ein paar tausend Kilometer Entfernung. Mittlerweile meldete sich mein Magen/Darm-Trakt und innerhalb einer Stunde musste ich gleich dreimal auf die Toilette. Der Magen grummelte anständig. Aber auf dem Heimweg gönnten wir uns dann gleich noch ein Spaghetti-Eis. Damit die Kalorienbilanz ja nicht negativ wird.

Sieht aus wie eine Runde – waren aber 3 Runden

Am Abend erfuhr ich dann das offizielle Ergebnis. Die Zeit stimmte genau mit meiner Messung überein, die Entfernung war etwas unter Halbmarathon-Distanz und die Platzierung – Platz 23 von 72 Männern – machte mich total glücklich.

Platz 17 und 23 für die Martins‘

Herzlichen Dank an alle Beteiligten bei diesem tollen Event, v.a. an Michaela für die Fotos, Martin fürs Mitlaufen (auch wenn er mit gleich davongelaufen war) und die Friedberger Fans fürs Anfeuern. Ich kann den Lauf in Kissing empfehlen, auch wenn es über drei identische Runden geht. Aber wann läuft man schon mal durch ein FKK-Gebiet.

Kristy, der Bayern-Fan(atiker) schickte mir sogar noch ein nachbearbeitetes Foto mit meiner ausgeschriebenen Startnummer – 1860. Er hatte Heute wohl am meisten leiden müssen. Aber am Abend haben die 60er im DFB-Pokal dann doch noch verloren. Somit waren Alle glücklich und zufrieden an diesem Sonntag.

Neue Startnummer

Einen objektiver geschriebenen Artikel über das Rennen könnt Ihr bei der Augsburger Allgemeine nachlesen.

Den Lauf zum Nachlaufen findet Ihr hier.

Bis bald

Euer Martin Glas

 

05.08.2018: LongRun in the sun

Nachdem das Bloggen in letzter Zeit etwas ins Stocken gekommen ist, schreib ich Heute mal wieder etwas über den langen Lauf. Aufgrund der momentanen Hitzewelle ist ein langer Lauf nach/von der Arbeit eher nicht empfehlenswert. Da Michaela am Sonntag früh mit ehemaligen Arbeitskolleginnen zum Brunch verabredet war, wollte ich gleich in der früh starten. Nach dem Frühstück für mich (und die Katze) richtete ich die Trinkflaschen her, insgesamt 1,25 Liter. Und den Notgroschen hab ich auch eingepackt, falls das Wasser nicht ausreicht. Nach dem Umziehen dann alles verstauen und zusammen mit Lucky auf die Laufstrecke. Naja, sie bog gleich in die Büsche ab.

Ich lauf nicht – Du bist doch bekloppt

Selfie-Time

Um halb 7 ging es los Richtung Fliegerhorst nach Fürstenfeldbruck. Die Sonne kam schon raus.

Sunrise

Vorbei am Luftwaffen-Ehrendenkmal dann an überquellenden Mülleimern vorbei durch die Hasenheide. Manche Leute kapieren es nicht, dass wenn ein Mülleimer voll ist, es keinen Sinn macht, noch mehr reinzustopfen.

Nun auf dem Fussweg zum Pucher Meer, wo ich den ersten Fotostopp einlegte. Es waren schon Schwimmer im Wasser – einer sogar mit Neoprenanzug.

Pucher Meer – nachmittags ist sicher mehr los

Danach kam der Anstieg in Puch und oben saß ein Radler am Boden. Er musste sein Rennrad reparieren, da ihm die Luft ausgegangen war. Noch hatte ich Luft.

Radweg zur Ziegelei

Es war noch angenehm von den Temperaturen und am Himmel waren sogar kleine fluffige Wölkchen. Der zweite Fotostopp war nach 10 km an den Windrädern.

Leichter Wind

In Mammendorf gab es vor der Bäckerei Ihle schon eine Riesenschlange. Vormittags fahren sie mit dem Auto zum Bäcker – und Nachmittags jammern sie dann über die Hitze und das Lebensmittel knapp werden. Und bewegen soll man sich ja bei der Hitze auch nicht. Naja, ich mach halt wieder Bewegung und so bleibt der Schnitt der Deutschen wenigstens nicht ganz so weit unten. Diese Woche gab es eine Studie zur Bewegung und der Großteil bewegt sich weniger als 150 Minuten pro Woche – ich komm so auf ca. 700 Minuten.

Weiter ging es an der Schule in Mammendorf vorbei und dann Richtung Günzlhofen zu meiner Lieblingsstelle.

Wo ist die Sonne?

Am Himmel war sogar ein Heissluftballon.

Ich heb ab…

Noch ein Heissluftballon

Erst ging es auf dem schmalen Weg entlang meterhohen Maisfeldern und abschüssig durch den Wald.

So schön ruhig hier – kein Auto

Kurz vor Günzlhofen kommt ein kleiner, böser Anstieg und dann nach Oberschweinbach. Hier führt der Weg leider auch kontinuierlich aufwärts, aber durch den Wald, der Schatten spendete.

Kurz vor Nannhofen ging es nach Rammertshofen. Endlich wieder leicht abschüssig die Strecke. Hier war auchdie Halbmarathon-Distanz in knapp unter 2 Stunden absolviert.

Auf dem Betonweg nach Germerswang entlang der frisch gedroschenen Weizenfelder.

Es fühlte sich wärmer an als es aussieht

Es ging erstaunlich gut und auch dank den mitgeschleppten Getränken hatte ich keine so große Erschöpfung gefühlt. Wieder hoch zur Straße nach Maisach ehe es dann bergab ging.

Sonnenblumen gibts dieses Jahr wie Sand am Meer

In Maisach machte ich einen kurzen Screenshot-Stopp um 9:15 Uhr – genau noch 6 Wochen bis Berlin.

Ich war etwas zu schnell unterwegs und wollte endlich mal wieder die 30km-Marke reissen. So bin ich dann durch Maisach auf dem Feldweg nach Gernlinden gelaufen. Wieder Richtung Maisach und über die Bahnüberführung heim nach Gernlinden. Nach genau 32,1 km war Schluss – die letzten 10 km heb ich mir für Berlin auf. Eventuell noch ein 35 km-Lauf, aber die nächsten zwei Wochen ist jetzt Vorbereitung für den Kissinger Halbmarathon am 19.08., nachdem ich dieses Jahr nicht in Friedberg laufen kann.

Tagesbilanz

Zuhause gleich einen Refresher und ab in die Badewanne mit Muskel Aktiv. Das tut so gut.

Und danach gings weiter mit der Zwetschgenmarmeladenproduktion – 10 Kilo hab ich gestern/heute schon eingekocht. Naja, auch ein Läufer braucht ein zweites Standbein.

Karriere als Foodblogger gestartet

Hier könnt Ihr den Lauf nachlaufen.

Euch noch einen schönen Sonntag